1. FC Köln feuert Trainer Kwasniok – trotz Klassenerhalt in der Vorsaison
Hellmuth Ortmann1. FC Köln feuert Trainer Kwasniok – trotz Klassenerhalt in der Vorsaison
1. FC Köln entlässt Cheftrainer Lukas Kwasniok – trotz Klassenerhalt in der Vorsaison
Trotz seines Erfolgs, den Verein in der letzten Saison vor dem Abstieg bewahrt zu haben, hat der 1. FC Köln Cheftrainer Lukas Kwasniok beurlaubt. Der aktuell auf Platz 15 der Bundesliga stehende Klub befördert Co-Trainer René Wagner zum neuen Chefcoach.
Die Entscheidung fällt in eine Phase der sportlichen Krise: In den letzten 18 Ligaspielen gelang dem Team lediglich zwei Siege.
Kwasnioks Vertrag wurde aufgelöst, obwohl er sein ursprüngliches Ziel – den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag der vergangenen Saison – erreicht hatte. Der erfahrene Fußball-Experte Peter Neururer vermutet, Kwasniok sei "ein Opfer seines eigenen Erfolgs" geworden, da die Erwartungen nach dem knappen Verbleib in der Liga gestiegen seien.
René Wagner, der bereits unter Steffen Baumgart als Assistent und später als Co-Trainer unter Kwasniok tätig war, übernimmt nun die Mannschaftsführung. Seine Laufbahn umfasst fünf Jahre als Assistenztrainer bei Vereinen wie dem SC Paderborn, dem Hamburger SV und 1. FC Union Berlin sowie eine kurze Station als Cheftrainer beim unterklassigen BFV 08.
Neururer hinterfragt die Logik des Trainerwechsels und argumentiert, dass die interne Lösung mit Wagner möglicherweise nicht den nötigen Impuls bringe. Er warnt: Sollte Köln unter Wagner die nächsten beiden Spiele verlieren, drohe dem Team der fast sichere Abstieg.
Als möglicher Nachfolger für den Fall, dass Wagner keine Wende einleitet, gilt Friedhelm Funkel. Gleichzeitig wünschte Neururer dem Verein viel Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib.
Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz wird Wagner vor die immediate Aufgabe gestellt, Ergebnisse zu liefern, die den 1. FC Köln in der Bundesliga halten. Bleiben die Leistungen weiter hinter den Erwartungen zurück, könnten weitere personelle Konsequenzen im Trainerteam folgen.






