20 December 2025, 08:41

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

2026: Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Teaser: Da der Haushaltsentwurf für 2026 ein Defizit aufweist, muss die Stadt Moers einen ausgeglichenen Haushaltskonsolidierungsplan (HSK) erarbeiten.

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19. Dezember 2025, 12:27 Uhr

Moers steht im Haushaltsentwurf für 2026 vor einem Fehlbetrag von 42,9 Millionen Euro. Das Defizit ergibt sich aus strukturellen Belastungen, darunter steigende Kosten und nicht finanzierte Auflagen von übergeordneten Regierungsebenen. Die Stadtverwaltung prüft nun Möglichkeiten, die Ausgaben zu kürzen und die Einnahmen zu erhöhen, um den Haushalt auszugleichen.

Mehrere Faktoren treiben die Haushaltslücke voran. Die Personal- und Pensionskosten werden voraussichtlich auf 104,2 Millionen Euro steigen. Auch die Ausgaben für Kinder-, Jugend- und Familienhilfen erhöhen sich um 10 Millionen Euro, wobei allein die Kosten für Kita-Betreuung und Tagespflege um 5,7 Millionen Euro zunehmen.

Um das Defizit zu bewältigen, muss die Stadt einen Haushaltskonsolidierungsplan (HSK) umsetzen, der jährliche Einsparungen von 4,5 Millionen Euro bis 2035 vorsieht. Eine vorgeschlagene Maßnahme ist eine Erhöhung der Grundsteuer B um 11 Prozent, was jährlich zusätzliche Einnahmen von 3,2 Millionen Euro bringen würde. Allerdings werden Stadtrat und Verwaltung die Ausgaben jährlich überprüfen, um weitere Einsparungen zu finden – mit dem Ziel, die Steuererhöhung zu verringern oder zu vermeiden.

In Kürze findet ein Strategie-Workshop statt, an dem Vertreter von CDU, SPD, Grünen, Linken, FDP und dem städtischen Unternehmen WFM teilnehmen. Ziel ist es, zusätzliche Einsparmöglichkeiten zu identifizieren. Die endgültige Abstimmung über den Haushalt ist für März geplant.

Die finanziellen Herausforderungen der Stadt resultieren aus festen Verpflichtungen und wachsendem Dienstleistungsbedarf. Nun gilt es, die Lücke von 42,9 Millionen Euro durch eine Kombination aus Ausgabenprüfungen, Steueranpassungen und langfristigen Sparmaßnahmen zu schließen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Bürgerinnen und Bürger mit höheren Grundsteuern oder alternativen Haushaltskürzungen rechnen müssen.