27 January 2026, 12:09

230-Kilo-Weltkriegsbombe in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen mussten fliehen

Alte Postkarte mit lila 'Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg' Briefmarke und handgeschriebener Text.

230-Kilo-Weltkriegsbombe in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen mussten fliehen

Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft

In Ratingen wurde am späten Montagabend, dem 26. Januar 2026, eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Für die Aktion mussten rund 2.300 Anwohner evakuiert werden, zudem kam es zu Einschränkungen für Geschäfte in der Innenstadt. Nach der Entschärfung der Bombe hoben die Behörden alle Straßensperren auf.

Die 230 Kilogramm schwere Bombe war bereits am Vormittag entdeckt worden, woraufhin umgehend die Evakuierung eingeleitet wurde. Die Betroffenen wurden in das Rathaus gebracht, wo etwa 400 Menschen stundenlang ausharrten, während Fachkräfte an der Entschärfung arbeiteten. Einige ältere Personen kollabierten vor Ort, erhielten aber direkt medizinische Hilfe.

Bei der Evakuierung gab es Verzögerungen aufgrund organisatorischer Herausforderungen. Auch rund 1.000 Bewohner aus zwei Seniorenheimen mussten umgesiedelt werden und konnten erst gegen 1:30 Uhr nachts in ihre Zimmer zurückkehren. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde angepasst, um denen entgegenzukommen, die zusätzliche Ruhe benötigten.

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Ab 21:25 Uhr durften alle Anwohner aus der Evakuierungszone in ihre Häuser zurück. Viele Geschäfte in der Umgebung hatten wegen des Einsatzes früher geschlossen. Petra Nordmann leitete das Krisenmanagement, während Lars Bierbaum, Leiter der öffentlichen Ordnung, später über die erfolgreiche Entschärfung berichtete.

Für manche ältere Bewohner wie die 88-jährige Siegrid Dömke weckte der Fund schmerzhafte Erinnerungen an die Kriegszeit.

Noch am Montagabend wurde die Bombe vollständig unschädlich gemacht, sodass das Leben in Ratingen wieder seinen normalen Gang aufnehmen konnte. Die Straßen wurden freigegeben, und die Anwohner kehrten nach stundenlanger Unterbrechung zu ihrem Alltag zurück. Die Behörden bestätigten, dass von dem Fundstück keine weitere Gefahr mehr ausgehe.