06 April 2026, 20:10

Abschied mit Würde: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter treffen sich am Flughafen Düsseldorf

Eine große Gruppe von Menschen an einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund, was auf eine Demonstration hinweist.

Abschied mit Würde: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter treffen sich am Flughafen Düsseldorf

Ehemalige Mitarbeiter des Bodenabfertigungsdienstleisters Aviapartner werden sich am 19. November am Flughafen Düsseldorf versammeln, um das Ende ihrer Tätigkeit zu würdigen. Die Veranstaltung soll nach fast 25 Jahren im Bereich der Fluggast- und Flugzeugabfertigung einen würdevollen Abschied ermöglichen. Unterdessen hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Art und Weise, wie der Flughafen den Übergang gestaltet hat, scharf kritisiert und für Dezember eine Jobmesse für die betroffenen Beschäftigten angekündigt.

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Die Schließung von Aviapartner Düsseldorf hat viele Angestellte ohne Arbeit zurückgelassen. Am 19. November wollen sie sich am Flughafen treffen, um sich von Kollegen zu verabschieden und ihre langjährige Tätigkeit zu würdigen. Die Organisatoren betonen, wie wichtig ein respektvoller Abschluss nach Jahrzehnten der Arbeit sei.

Die Gewerkschaft ver.di hat das Vorgehen des Flughafens scharf verurteilt. Andrej Bill, ver.di-Sekretär, bezeichnete das polizeibegleitete Abführen der Mitarbeiter von den Betriebsgeländen als "entwürdigend und beschämend". Die Gewerkschaft macht zudem politische Entscheidungen – und nicht betriebliche Versäumnisse – für die Krise verantwortlich.

Ver.di kritisierte darüber hinaus die Ausweitung des Lizenzsystems im Jahr 2023, durch die zwei Unternehmen ohne eigene Belegschaft Aufträge in Düsseldorf erhalten hätten. Die Gewerkschaft argumentiert, dass diese Änderung zum Zusammenbruch von Aviapartner beigetragen habe. Als Reaktion darauf veranstaltet ver.di im Dezember eine spezielle Jobmesse für ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter und wirft dem Flughafen vor, keine vergleichbare Unterstützung organisiert zu haben.

Der Flughafen Düsseldorf verteidigt seine Position. Er betont, dass die Flugabfertigung, die zuvor Aviapartner oblag, nun zuverlässig von der AAS übernommen werde, und weist Vorwürfe eines chaotischen Übergangs zurück. Zudem verweist der Flughafen darauf, dass die Lizenzentscheidung vom Verkehrsministerium NRW und nicht von der eigenen Geschäftsführung getroffen worden sei. Zwar zeige man Verständnis für die Situation der Beschäftigten, doch hätten nach der Schließung von Aviapartner strenge rechtliche Vorgaben gegolten.

Die Zusammenkunft am 19. November bietet den ehemaligen Aviapartner-Mitarbeitern die Gelegenheit, auf ihre berufliche Laufbahn zurückzublicken. Die Jobmesse von ver.di im Dezember soll ihnen helfen, neue Perspektiven zu finden. Der Flughafen beteuert unterdessen, dass der Betrieb unter dem neuen Dienstleister stabil laufe, während die Gewerkschaft weiterhin auf eine Aufarbeitung des Lizenzvergabeverfahrens drängt.

Quelle