Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille enden mit Insolvenz
Hellmuth OrtmannAbschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille enden mit Insolvenz
Autobahnkirche Ruhr schließt nach 15 Jahren als stille Raststätte für Reisende
Dieses Wochenende wird die Autobahnkirche Ruhr, die 15 Jahre lang Reisenden als ruhiger Rückzugsort diente, für immer ihre Türen schließen. Die Schließung folgt auf die Insolvenz ihrer Trägerstiftung im Jahr 2025 und das Scheitern der Pläne, das Gebäude zu verkaufen. Aus dem einstigen Ort der Einkehr an der A40 wird nun ein kommerziell genutztes Areal.
Die Kirche fungierte als Gastraum einer Bochumer Gemeinde und bot täglich etwa 15 Besuchern eine Atempause. Ihr prägendes Banner mit der Aufschrift "Komm zur Ruhe", von der Autobahn aus sichtbar, war für viele Autofahrer ein vertrautes Bild. Neben dem täglichen Betrieb veranstaltete sie besondere Termine, darunter einen jährlichen Gedenkgottesdienst für Verkehrsopfer und ein für den Tag der Autobahnkirchen 2025 geplantes Treffen von Motorradfahrern.
Versuche, den Standort zu erhalten, umfassten Entwürfe für ein Mahnmal für Verkehrsunfallopfer. Doch die Insolvenz der Stiftung und der gescheiterte Privatverkauf machten diese Vorhaben zunichte. Da das Gebäude nicht mehr geweiht ist, können dort keine christlichen Gottesdienste mehr stattfinden.
Am Samstag werden die Schilder und Banner der Kirche abgebaut. Für den Vormittag ist eine kleine Abschiedsfeier für die Ehrenamtlichen geplant – das Ende ihrer Rolle als Zufluchtsort für müde Reisende. Mit der Schließung entfallen auch alle künftigen Veranstaltungen, darunter das Motorradtreffen 2025. Das Gelände wird nun umgenutzt, ohne Platz für ein Gedenken an Verkehrsopfer. 15 Jahre lang bot die Kirche Raum für Besinnung – ihr letzter Tag naht an diesem Wochenende.






