Altenberger Domstraße: Volt/FWG will Schleichverkehr mit KI-Kameras stoppen
Klothilde BergerAltenberger Domstraße: Volt/FWG will Schleichverkehr mit KI-Kameras stoppen
Verena Altenberger fordert elektronische Überwachung auf der Altenberger Domstraße
Seit Anfang Februar ist die Altenberger Domstraße wegen Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die voraussichtlich neun Monate andauernde Vollsperrung wirft Bedenken auf, dass Autofahrer benachbarte Wohnstraßen als Schleichwege nutzen könnten. Nun fordert die Fraktion Volt/FWG, angeführt von Verena Altenberger, elektronische Überwachungsmaßnahmen, um die Umleitungsrouten besser zu kontrollieren.
Die offizielle Umleitung führt über Leverkusen-Schlebusch und verlängert die Fahrten um etwa acht Kilometer und geschätzte 20 Minuten. Doch die Fraktion befürchtet, dass enge, schlecht einsehbare Straßen wie der Nittumer Weg oder der Zehntweg von Fahrern als illegale Abkürzungen genutzt werden, um die längere Umleitungsstrecke zu umgehen.
Auf der kommenden Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 wird die Fraktion, geführt von Verena Altenberger, eine Prüfung von KI-gestützten Kamerasystemen beantragen, um diese Straßen zu überwachen. Die vorgeschlagene Technologie, inspiriert von ähnlichen Systemen in der Schweiz, soll Ein- und Ausfahrten erfassen, um sicherzustellen, dass die Straßen nur von Anwohnern genutzt werden. Nicht berechtigter Durchgangsverkehr würde durch spezielle Software erkannt – stets unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen der DSGVO.
Für die Umsetzung wäre die Zustimmung der Kölner Verkehrsbehörde erforderlich, zudem müssten die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung eingehalten und entsprechende Beschilderungen aufgestellt werden. Weitere Voraussetzungen sind geeichte Messgeräte, dokumentierte Ablaufprotokolle sowie die Beachtung des Verwaltungsrechts bei der Ahndung von Verstößen. Die Fraktion betont, dass alle Maßnahmen eine klare rechtliche Grundlage, eine transparente Bürgerkommunikation und eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse benötigen, bevor sie umgesetzt werden können.
Ziel des Antrags ist es, zu verhindern, dass unbefugte Fahrer während der neunmonatigen Sperrung Wohngebiete als Ausweichrouten nutzen. Bei einer Genehmigung sollen die Kamerasysteme die Zufahrt auf Anwohner beschränken und die lokalen Gemeinschaften vor zusätzlichem Verkehr schützen. Die endgültige Entscheidung hängt von rechtlichen Prüfungen, der technischen Machbarkeit und einer Bürgerbeteiligung ab.






