04 March 2026, 19:49

André Fuhrs Fall zeigt: Wie ein Skandal eine Handball-Karriere für immer zerstört

Zwei Männer in Sportuniformen spielen vor einem sitzenden Publikum Handball, mit einer Wand im Hintergrund.

André Fuhrs Fall zeigt: Wie ein Skandal eine Handball-Karriere für immer zerstört

André Fuhr, der ehemalige Handballtrainer von Borussia Dortmund, lebt seit Jahren in beruflicher Isolation, nachdem 2018 schwere Vorwürfe wegen Fehlverhaltens gegen ihn erhoben wurden. Obwohl nie Anklage erhoben wurde, zerstörte der von Der Spiegel 2022 aufgedeckte Skandal seine Karriere. Fuhr behauptet nun, wie ein Verbrecher behandelt worden zu sein, und sieht für sich keine Zukunft mehr im Sport.

Der Streit begann 2018, als die ehemaligen Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger Fuhr Fehlverhalten vorwarfen. Ihre Aussagen lösten weitere Beschwerden aus – weitere Athletinnen berichteten von psychischer Qual und Machtmissbrauch unter seiner Führung.

Bis 2019 hatten die Vorwürfe Fuhr zum Rücktritt bei Borussia Mönchengladbach gezwungen. Zudem verlor er seinen Posten als Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Zwar einigte sich der Deutsche Handballbund (DHB) 2021 in einem Vergleich mit ihm und stellte das Verfahren ein, doch der Schaden war bereits angerichtet.

Seither kämpft Fuhr vergeblich um eine Rückkehr in den Profi-Handball. Er besteht darauf, dass die Anschuldigungen seinen Ruf ungerechtfertigt ruiniert hätten und ihm jede Perspektive – sei es im Training oder in anderen Bereichen – genommen hätten.

Die Folgen des Skandals halten Fuhr seit Jahren ohne Trainerposten. Trotz der außergerichtlichen Einigung bleibt sein Name mit den Vorwürfen verbunden und blockiert jede Rückkehr in den Sport. Der Fall zeigt, wie Anschuldigungen – selbst ohne juristische Konsequenzen – eine Karriere unwiderruflich verändern können.

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