Arbeitgeberverband NRW schließt Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus
Klothilde BergerArbeitgeberverband NRW schließt Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus
Der Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (Unternehmer.NRW) hat eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) ausgeschlossen und wird sie künftig nicht zu seinen Veranstaltungen einladen. Die Entscheidung folgt auf Bedenken hinsichtlich der Haltung der Partei zu Demokratie, Wirtschaft und der Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union.
Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von Unternehmer.NRW, betonte, dass eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD in Sachfragen unmöglich sei. Er verwies darauf, dass die Positionen der Partei grundlegend mit den Werten des Verbandes unvereinbar seien. Große Teile der AfD, so Pöttering, verträten Ansichten, die die Demokratie gefährdeten und grundlegende Prinzipien wie Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit ablehnten.
Auch die wiederholten Forderungen der AfD nach einem Austritt Deutschlands aus der EU spielten eine zentrale Rolle. Der Verband warnt, ein solcher Schritt würde die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und den allgemeinen Wohlstand gefährden. Die Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach das Aspen Institute Deutschland im Juni 2024 an einer Veranstaltung mit der Jugendorganisation der AfD beteiligt war. Die Haltung von Unternehmer.NRW spiegelt die wachsenden Sorgen über die Auswirkungen der AfD auf Wirtschaft und Gesellschaft wider. Die Politik der Partei, so der Verband, könnte die soziale Marktwirtschaft untergraben – ein Grundpfeiler des deutschen Wirtschaftsmodells.
Mit dieser klaren Position bleibt die AfD von den Diskussionen und Veranstaltungen des Arbeitgeberverbandes ausgeschlossen. Die Entscheidung unterstreicht die zunehmenden Spannungen zwischen etablierten Wirtschaftsverbänden und der rechtspopulistischen Partei. Wirtschaftliche Stabilität, die EU-Mitgliedschaft und demokratische Werte bleiben für Unternehmer.NRW zentrale Prioritäten.






