Autismus-Kita fällt flach: Stadtrat entscheidet im Dezember über das Aus
Hellmuth OrtmannAutismus-Kita fällt flach: Stadtrat entscheidet im Dezember über das Aus
Kurz & knapp: Leiser Abschied vom geplanten Autismus-Kindergarten
Teaser: Sanierung von Kitas, Aufnahmekriterien für die Offene Ganztagsschule, Kompetenzzentrum für Autismus: Der Jugendhilfeausschuss hat am Mittwoch eine Reihe von Beschlüssen gefasst, über Elternbeiträge und Personalmangel in Kitas diskutiert. Wir fassen die wichtigsten Entscheidungen zusammen.
Kinderbetreuung mit Autismus-Schwerpunkt gestrichen – doch nicht alle Projekte stocken
Die Pläne für eine neue Kita mit integriertem Autismus-Kompetenzzentrum sind vom Tisch. Der Jugendhilfeausschuss (JHA) stimmte einstimmig für die Abschaffung des Vorhabens, doch der Stadtrat hat am 16. Dezember das letzte Wort. Gleichzeitig gehen die Fördermittel für andere Kinder- und Jugendangebote voran – darunter Zuschüsse für Kitasanierungen und Schwimmkurse für ortsansässige Kinder.
Die geplante Einrichtung sollte eine 66-Plätze-Kita umfassen, davon 15 speziell für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder Verdacht darauf. Zudem war sie als Fortbildungs- und Beratungsstelle für Erzieher:innen gedacht, mit Angeboten zur Fachberatung und zum kollegialen Austausch. Die Verwaltung begründete die nachlassende Nachfrage jedoch mit langen Wartezeiten auf Diagnosen – bis zu 1,5 Jahre – sowie Berichten, wonach einige Kitas Kinder mit möglichen Behinderungen ablehnen.
Über das endgültige Aus für die Kita entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 16. Dezember. Bei Bestätigung wäre damit auch das geplante spezialisierte Autismus-Förderzentrum vom Tisch. Gleichzeitig laufen bewilligte Förderprogramme und bestehende Angebote wie Schwimmkurse und Beratungsdienste weiter, um Kinder und Familien vor Ort zu unterstützen.






