Avro FC und Borussia Dortmund setzen auf Solarstrom mit Batteriespeicher
Anto SchülerAvro FC und Borussia Dortmund setzen auf Solarstrom mit Batteriespeicher
Zwei Fußballvereine setzen mit neuen Solar- und Batteriespeicherprojekten Maßstäbe in Sachen nachhaltiger Energie. Der britische Klub Avro FC sucht derzeit einen Auftragnehmer für die Installation einer Solarstromanlage mit Batteriespeicher in seinem Stadion. Unterdessen rüstet Borussia Dortmund seine bestehende Solaranlage mit einer großen Batteriespeichereinheit auf.
Avro FC hat eine Ausschreibung für ein Solar- und Batteriespeichersystem im Whitebank Stadium in Oldham gestartet. Das Projekt umfasst eine 80-kW-Solaranlage in Kombination mit einem 40-kW-Batteriespeicher. Unternehmen können ihre Angebote bis zum 30. November einreichen; die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant.
Auch Borussia Dortmund baut seine Kapazitäten für erneuerbare Energien aus: Der Verein ergänzt seine bestehende 5-MW-Dach-Photovoltaikanlage um ein 3,7-MWh-Batteriespeichersystem. Diese Erweiterung folgt auf die ursprüngliche 900-kW-PV-Anlage aus dem Jahr 2011 und fällt mit 10–15 % größer aus als zunächst vorgesehen. Sobald das System in Betrieb ist, soll der Solarstrom etwa die Hälfte des Strombedarfs des Stadions decken.
Stand März 2026 hat kein anderer Profi-Fußballverein in der Bundesliga (36 Teams in der ersten und zweiten Liga) öffentlich bestätigt, über ein Solarstromsystem mit Batteriespeicher in Stadion oder Trainingsstätte zu verfügen.
Beide Projekte stellen einen seltenen Schritt hin zu erneuerbaren Energien in der Fußball-Infrastruktur dar. Während Avro FCs Anlage Anfang 2026 ans Netz gehen soll, wird Dortmunds erweitertes System die Abhängigkeit vom Stromnetz deutlich verringern. Zudem setzen die Vorhaben ein Zeichen – bisher hat kein anderer Bundesliga-Verein ein vergleichbares System umgesetzt.






