19 December 2025, 19:37

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einer Präsentationsfolie.

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Rheinmetalls Automotive-Sparte droht nach Übernahme Zerschlagung

Rheinmetalls Automotive-Zulieferer-Sparte steht nach einer Übernahme vor der Zerschlagung.

  1. Dezember 2025, 08:26 Uhr

Stichworte: Industrie, Finanzen, Luft- und Raumfahrt

Die Automotive-Sparte des Rheinmetall-Konzerns steht zum Verkauf – doch die bisherigen Gebote bleiben hinter den Erwartungen zurück. Der deutsche Rüstungs- und Automobilzulieferer hatte sich rund eine Milliarde Euro erhofft, doch die Angebote liegen derzeit zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro. Als wahrscheinlichste Käufer gelten weiterhin Private-Equity-Firmen, während die Verhandlungen sich bis ins Jahr 2025 hinziehen.

Die Sparte, die sich auf Verbrennungstechnologie, Sensorik sowie antriebsunabhängige Komponenten spezialisiert hat, stößt bei mehreren Finanzinvestoren auf Interesse. Dazu zählen Advent International, KKR, Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) sowie Bain Capital. Seit Ende 2024 finden Gespräche sowohl in Deutschland als auch in den USA statt.

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Rheinmetall strebt an, bis zum ersten Quartal 2026 einen Deal mit einem der beiden verbleibenden Bieter abzuschließen. Unklar bleibt jedoch die künftige Struktur der Sparte. Eine Aufspaltung der Geschäftsbereiche gilt als wahrscheinlich, da diese unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. Auch das Schicksal der zivilen Rheinmetall-Standorte, wie etwa das Zulieferwerk in Neuss, steht auf dem Spiel. Noch wird diskutiert, ob Teile des zivilen Geschäfts – darunter die Mira GmbH – möglicherweise behalten statt komplett verkauft werden.

Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf der Sparte wird für Anfang nächsten Jahres erwartet. Sollte es dazu kommen, könnte die Einheit zerschlagen und ihre Bestandteile auf verschiedene Käufer aufgeteilt werden. Das Ergebnis wird die Zukunft von Rheinmetalls zivilen Aktivitäten und deren Belegschaft entscheiden.