Bergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit neuem Bauturbo-Programm
Hellmuth OrtmannBergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit neuem Bauturbo-Programm
Bergisch Gladbach bekämpft Wohnungsmangel mit beschleunigten Bauvorhaben
Die Stadt Bergisch Gladbach geht mit einer Reihe neuer Bauprojekte gegen den Wohnraummangel vor – ermöglicht durch beschleunigte Genehmigungsverfahren im Rahmen des städtischen Bauturbo-Programms. Damit sollen brachliegende Grundstücke aktiviert und das Wohnungsangebot erhöht werden. Trotz früherer Verzögerungen und Baurestriktionen kommen nun mehrere Großprojekte voran.
Ein zentrales Vorhaben ist ein Wohnblock in der Rommerscheider Straße. Der Projektentwickler Grenzland Bau plant ein zweigeschossiges Gebäude zur Straßenseite hin, ergänzt durch zwei dreigeschossige Wohnblöcke und eine Tiefgarage im rückwärtigen Bereich. Auf dem Gelände entstehen 19 Wohnungen, eine Tiefgarage sowie sieben Einzelgaragen. Zwar überschreitet das Projekt die geltenden Bebauungsgrenzen, es entspricht jedoch den Zielen der Nachverdichtung und des bedarfsgerechten Wohnens – insbesondere für ältere Menschen.
Ursprünglich war das Vorhaben ins Stocken geraten, weil Grundstückseigentümer sich weigerten, ein für eine neue Zufahrtsstraße benötigtes Grundstück zu verkaufen. Dank des Bauturbo schlägt der Entwickler nun einen direkten Garagenzugang von der Rommerscheider Straße aus vor und umgeht so das frühere Hindernis. Die Stadt unterstützt das Projekt, da es eine lange Zeit ungenutzte Innerortsfläche erschließt und zur Entspannung des Wohnungsmarktes beiträgt.
Ein weiteres bedeutendes Bauvorhaben ist am Schloss Center in der Schlossstraße geplant. Die BIG Bensberg GmbH will alle Stockwerke oberhalb des dritten Geschosses abreißen und durch drei neue Etagen ersetzen, um 59 altersgerechte Wohnungen zu schaffen. Dieses und weitere Projekte sollen in einer der nächsten Sitzungen des Stadtplanungsausschusses zur Abstimmung stehen.
Durch die Bauturbo-Regelungen erhalten auch zuvor blockierte Vorhaben grünes Licht – selbst wenn sie bestehende Bebauungspläne überschreiten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Wohnungsmangel zu lindern, indem ungenutzte Flächen aktiviert und die Wohnkapazität erhöht wird. Die Stadt erwartet, dass die Neubauten dringend benötigten Wohnraum schaffen und gleichzeitig das städtische Wachstum fördern.






