07 May 2026, 20:14

Bergisch Gladbach plant Umbauten: Radwege blockiert, Straßenprojekte verzögert

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf einer Straße fahren.

Bergisch Gladbach plant Umbauten: Radwege blockiert, Straßenprojekte verzögert

Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach berät über Straßen- und Radwegeprojekte

Der Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach hat sich kürzlich getroffen, um mehrere Straßen- und Radverkehrsprojekte zu bewerten. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Umgestaltungspläne für die Buchholzstraße und die Paffrather Straße sowie Verzögerungen, die durch Personalmangel im Verkehrsamt entstanden sind.

Ein erheblicher Rückschlag ergab sich nach einem Gerichtsurteil, das den geplanten Radweg auf dem Hasenweg in Refrath blockierte. Daraufhin setzte der stellvertretende Bürgermeister weitere Radwegeprojekte vorerst aus.

Der Ausschuss billigte die Neugestaltung der Buchholzstraße, die zwar ihre bestehende Verkehrsführung beibehält, aber bessere Radverkehrsanlagen erhalten soll. Die Pläne für die Paffrather Straße erfordern hingegen Anpassungen, darunter den Bau geschützter Radspuren auf beiden Seiten der Straße.

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Ein Gericht stoppte den vorgeschlagenen Radweg auf dem Hasenweg mit der Begründung, die Verkehrsuntersuchungen seien unzureichend gewesen. Als Reaktion kündigte der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda eine Prüfung des Urteils an, setzte das Projekt jedoch vorläufig aus.

Die CDU brachte einen Vorschlag ein, um die Lkw-Zufahrt auf der Straße Auf der Kaule in Refrath zu verbessern. Ihr Plan sieht eine Verbreiterung der Straße und die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung vor. Zudem sollen die Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße Ende 2027 beginnen.

Auch Personalprobleme wurden thematisiert: Derzeit ist nur ein Mitarbeiter für die statische Verkehrssteuerung zuständig. Dieser Mangel führt zu Verzögerungen bei der Bearbeitung nicht dringender Aufgaben. Der Ausschuss verabschiedete zwar das Maßnahmenprogramm für 2026–2028, der Fokus liegt jedoch zunächst auf dem Jahr 2026.

Die Beschlüsse des Ausschusses werden die Straßen- und Radverkehrsinfrastruktur in Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren prägen. Während Radwegeprojekte durch rechtliche und personelle Herausforderungen verzögert werden, sind die Bauarbeiten an der Leverkuser Straße für 2027 vorgesehen. Das verabschiedete Maßnahmenprogramm wird die anstehenden Verkehrsverbesserungen steuern, beginnend mit den Prioritäten für 2026.

Quelle