07 April 2026, 16:11

Betrüger nutzen "Schock-Anrufe": So schützen sich Senioren vor perfiden Tricks

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Nebenkosten in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

Aktionswoche gegen Schockanrufe - So arbeiten die Täter - Betrüger nutzen "Schock-Anrufe": So schützen sich Senioren vor perfiden Tricks

Ältere Menschen in ganz Deutschland werden zunehmend Opfer von "Schock-Anrufen"

Betrüger geben sich als in Not geratene Angehörige aus und erfinden Notsituationen, um ihre Opfer zur Herausgabe von Geld zu bewegen. Die Polizei warnt, dass hinter vielen dieser perfiden Maschen organisierte kriminelle Banden stecken.

Häufig beginnt der Betrug mit einem Telefonanruf, bei dem sich die Täter als Enkelkinder oder andere Familienmitglieder ausgeben. Sie behaupten, in dringender Not zu sein – etwa, dass sie Kaution oder medizinische Behandlungskosten benötigen – und setzen die Opfer unter Druck, um sie zu schnellen Überweisungen zu bewegen. Besonders Festnetznutzer, vor allem ältere Menschen, sind bevorzugte Ziele, da sie unsolicitierte Anrufe eher annehmen.

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Mittlerweile haben die Betrüger ihre Methoden auf Messengerdienste wie WhatsApp ausgeweitet, was die Täuschung schwerer erkennbar macht. Die Behörden betonen, dass Opfer niemals persönliche oder finanzielle Daten preisgeben sollten. Stattdessen raten sie, sofort aufzulegen und nicht weiter mit dem Anrufer zu sprechen.

Alleine in Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei im Jahr 2024 bereits 514 Fälle, bei denen die Täter aus Deutschland heraus agierten. Der finanzielle Schaden belief sich auf etwa 9,4 Millionen Euro. Im Vorjahr gab es 3.068 Fälle mit Tätern aus dem Ausland, wobei die Verluste rund 1,2 Millionen Euro betrugen. Experten gehen davon aus, dass viele Fälle nicht gemeldet werden, sodass das wahre Ausmaß des Problems im Dunkeln bleibt.

Ingo Wünsch, Leiter des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen, rät Familien, ein Codewort zu vereinbaren. Diese einfache Maßnahme kann helfen, die Identität des Anrufers zu überprüfen, bevor Geld überwiesen wird. Opfer werden zudem aufgefordert, Vorfälle umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen.

Die "Schock-Anruf"-Masche nutzt gezielt die Verwundbarkeit älterer Menschen aus, die besonders gefährdet sind. Durch Wachsamkeit und die Befolgung der Polizeiratschläge – wie das Auflegen und die Überprüfung der Identität – können potenzielle Opfer verhindern, auf diese betrügerischen Tricks hereinzufallen. Die Behörden bleiben wachsam, betonen aber, wie entscheidend die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bekämpfung des Problems ist.

Quelle