Borussia Dortmunds pragmatischer Weg: Zwischen Verletzungspech und Champions-League-Träumen
Oswin MosemannVor der Rückkehr nach Wolfsburg: Kovac warnt BVB zur Vorsicht - Borussia Dortmunds pragmatischer Weg: Zwischen Verletzungspech und Champions-League-Träumen
Borussia Dortmund liegt in der Bundesliga auf Platz zwei, sechs Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern München. Der Verein blickt auf eine glorreiche Geschichte zurück – mit sieben deutschen Meistertiteln, zuletzt 2011. Doch Verletzungen und verhaltene Zuversicht prägen die aktuelle Saison.
Vor einem Jahr übernahm Niko Kovač das Traineramt in Dortmund, als die Mannschaft auf Rang 11 stand. Unter seiner Führung kämpfte sich das Team bis in die Champions League-Plätze vor. Trotz der deutlichen Verbesserung meidet Kovač jedoch große Ankündigungen. Erst kürzlich wies er Nico Schlotterbecks Aussage zurück, Dortmund solle um die Meisterschaft spielen, und mahnte stattdessen zur Konzentration – statt zu überzogenen Ambitionen.
Verletzungssorgen erschweren die Lage zusätzlich. Filippo Mané fällt wegen eines Muskelproblems vier bis sechs Wochen aus, und auch Emre Cans Fitness bleibt aufgrund wiederkehrender Adduktorenprobleme fraglich. Diese Rückschläge kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg, den Kovač trotz des 14. Tabellenplatzes respektiert.
Wiederholt hat Kovač vor Selbstüberschätzung gewarnt. Trotz der starken Tabellenposition betont er Realismus. Die Partie gegen Wolfsburg wird eine Probe auf die Belastbarkeit – besonders, da wichtige Spieler fehlen.
Dortmunds Saison ist geprägt von Fortschritt und Vorsicht. Kovačs pragmatischer Ansatz steht im Kontrast zu vergangenen Erfolgen, darunter die sieben Meisterschaften. Fürs Erste gilt es, die Verletzungsmisere zu meistern und den Kampf um die Champions League zu halten.






