Bottrop prüft alle Kreuzungen auf Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Anto SchülerBottrop prüft alle Kreuzungen auf Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Bottrop überprüft derzeit alle seine Kreuzungen, um sicherzustellen, dass sie den Sichtbarkeitsstandards für die Verkehrssicherheit entsprechen. Diese Maßnahme erfolgt in Übereinstimmung mit den deutschen Richtlinien für den Straßenbau und ist eine Reaktion auf einen tödlichen Unfall in Warendorf, der auf schlechte Sichtverhältnisse zurückgeführt wurde. Die Prüfungen werden von der Abteilung Tiefbau der Stadt geleitet.
Im Mittelpunkt der Überprüfung steht die Schaffung von Sichtdreiecken an jeder Kreuzung. Diese ermöglichen es Autofahrern, den Querverkehr beim Einfahren in Hauptstraßen rechtzeitig zu erkennen. Die Größe der Dreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße – je höher das Tempolimit, desto größer muss die Sichtweite sein.
Priorität haben stark frequentierte oder unfallsgefährdete Knotenpunkte. Die Scharnhölzstraße, bekannt für hohes Verkehrsaufkommen und häufige Zusammenstöße, wird als Erste ab Anfang 2026 umgestaltet. Anschließend folgen Arbeiten an der Horster Straße und der Aegidistraße.
Stellt sich heraus, dass eine Kreuzung die Anforderungen nicht erfüllt, muss die Stadt handeln. Mögliche Lösungen reichen von baulichen Änderungen bis zur Aufstellung von Pollern, um die Sichtverhältnisse zu verbessern.
Ziel des Projekts ist es, Unfälle durch klare Sichtverhältnisse an jeder Kreuzung zu verhindern. Alle Maßnahmen erfolgen in Einklang mit den RaSt-06-Vorschriften. Mängel werden im Rahmen der Überprüfung identifiziert und schrittweise behoben.






