Bürgerprotest gegen Bahn-Hochgeschwindigkeitspläne sammelt 38.000 Stimmen
Anto SchülerBürgerprotest gegen Bahn-Hochgeschwindigkeitspläne sammelt 38.000 Stimmen
Eine Petition, die eine Überarbeitung des deutschen Fahrplans für die Bahn fordert, hat fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die Kampagne lehnt neue Hochgeschwindigkeitsstrecken ab und setzt sich stattdessen für den Ausbau des bestehenden Schienennetzes ein. Die Unterstützer argumentieren, dass dieser Ansatz klimafreundlicher und kostengünstiger wäre.
Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Ostwestfalen sowie lokalen Frauenverbänden ins Leben gerufen. Sie sammelte über 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online aus dem gesamten Land.
Zehntausende haben sich gegen geplante Bahnprojekte ausgesprochen. Die Petition fordert eine Überprüfung des nationalen Fahrplans, darunter den Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und die Senkung der Höchstgeschwindigkeiten. Dennoch plant die Bahn weiterhin, zwischen Hannover und Bielefeld zusätzliche Gleise zu verlegen, um Züge mit bis zu 300 km/h fahren zu lassen. Die geplante Strecke würde die Reisezeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Zwölf mögliche Trassenkorridore für die neue Strecke wurden vorgeschlagen.
Die Unterzeichner befürworten stattdessen eine Modernisierung des bestehenden Schienennetzes anstelle des Baus neuer Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, Kosten, Effizienz und Umweltbelange in Einklang zu bringen. Die bestehenden Pläne der Bahn für die Strecke Hannover–Bielefeld bleiben vorerst unverändert.
