Busunternehmen in NRW kämpfen mit explodierenden Dieselpreisen und drohender Pleitewelle
Anto SchülerBusunternehmen in NRW kämpfen mit explodierenden Dieselpreisen und drohender Pleitewelle
Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit explodierenden Dieselkosten – viele stehen am Abgrund
Thomas Fischer, ein lokaler Busunternehmer, sieht sich angesichts stark steigender Spritpreise vor schwierige Entscheidungen gestellt. Einige Betriebe könnten die zusätzlichen Kosten bald durch neue Zuschläge an die Kunden weitergeben.
Die Dieselpreise in Deutschland sind in den vergangenen sechs Monaten drastisch gestiegen. Lag der durchschnittliche Literpreis im September 2025 noch bei 1,586 Euro, kletterte er bis Februar 2026 auf 1,722 Euro. Deutliche monatliche Sprünge gab es bereits im November (1,641 Euro), Dezember (1,598 Euro) und Januar (1,691 Euro), bevor der Preis im Februar stark anzog. Als Gründe für den Anstieg gelten höhere Rohölpreise, die Erhöhung der CO₂-Steuer im Januar 2025, geopolitische Spannungen sowie verringerte Gaslieferungen aus Katar, die die Nachfrage nach Diesel zusätzlich befeuern haben.
Fischer, der ein Busunternehmen führt, muss für Kraftstoff mittlerweile deutlich mehr bezahlen als noch vor einigen Monaten. Allein eine Hin- und Rückfahrt in das Südtirol schlägt mit rund 200 Euro zusätzlichen Kosten zu Buche. Da er über keine eigene Tankstelle verfügt, ist er auf die aktuellen Marktpreise angewiesen – was seine Gewinnmargen weiter schmälert.
Der Verband der Busunternehmen Nordrhein-Westfalen warnt vor einer schweren finanziellen Belastung der gesamten Branche. Betreiber im Linienverkehr, die an langfristige Verträge gebunden sind, können die Ticketpreise nicht einfach an die gestiegenen Spritkosten anpassen. Einige, wie Fischer, planen daher, für künftige Fahrten Kraftstoffzuschläge einzuführen. Kunden, die den Aufpreis nicht zahlen können oder wollen, dürfen ihre Buchungen ohne Stornogebühren stornieren.
Der massive Preisanstieg bei Diesel lässt den Busunternehmen kaum Spielraum. Viele werden die Mehrkosten nun an die Fahrgäste weitergeben müssen, um über die Runden zu kommen. Ohne Entlastung könnte der finanzielle Druck zu weiteren Änderungen bei der Preisgestaltung und dem Angebot zwingen.






