Cyberangriff auf Mönchengladbacher Apotheke: Daten zerstört, Existenz bedroht
Klothilde BergerCyberangriff auf Mönchengladbacher Apotheke: Daten zerstört, Existenz bedroht
Cyberangriff legt Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach lahm
In den frühen Morgenstunden des Dienstags traf ein Cyberangriff die Laurentius-Apotheke in der Lindenstraße in Mönchengladbach. Das Geschäft musste daraufhin bis etwa 15 Uhr desselben Tages schließen und arbeitet seitdem nur noch mit eingeschränkter Kapazität. Inhaber Delbrin Houri warnt vor schweren finanziellen und betrieblichen Folgen.
Die Angreifer hatten es auf die Apotheken-IT abgesehen, zerstörten Server und verschlüsselten wichtige Daten. Eine Erpressernachricht blieb zurück, doch eine konkrete Lösegeldforderung fehlte – stattdessen nur eine E-Mail-Adresse für Kontaktaufnahme. Zu den verlorenen Daten gehören unter anderem E-Rezepte sowie mehrere Tage an essenziellen Aufzeichnungen.
Houri gab bekannt, dass seine Versicherungspolice keine Cybervorfälle abdeckt, sodass er mit Verlusten in Höhe von zehntausenden Euro allein dasteht. Sollten die E-Rezepte nicht wiederherstellbar sein, drohen zusätzliche Schäden von rund 20.000 Euro. Der Softwareanbieter der Apotheke, DocuWare, war zum Zeitpunkt des Angriffs in die Systemverwaltung eingebunden.
Die Wiederherstellung der verlorenen Daten könnte Wochen oder sogar Monate dauern und so die Betriebsstörungen verlängern. Houri ruft nun andere Apothekeninhaber dazu auf, ihre Cyberversicherung zu überprüfen, um ähnliche Risiken zu vermeiden.
Der Angriff hat die Laurentius-Apotheke mit eingeschränkter Funktionsfähigkeit und steigenden Kosten zurückgelassen. Ohne Versicherungsschutz muss Houri die finanzielle Last allein tragen. Gleichzeitig bleibt der Wiederherstellungsprozess ungewiss – ein konkreter Zeitplan für die vollständige Systemrückkehr steht noch aus.






