DEL-Zuschauerzahlen: Rekord in Köln, Rückgang durch Abstieg der Düsseldorfer EG
Klothilde BergerDEG-Abfahrt führt zu Einbußen bei der DEL-Zuschauerzahl - DEL-Zuschauerzahlen: Rekord in Köln, Rückgang durch Abstieg der Düsseldorfer EG
Die Zuschauerzahlen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zeigen in dieser Saison ein gemischtes Bild. Während einige Vereine neue Rekorde aufstellten, sind die Gesamtzahlen in der 1. Bundesliga leicht zurückgegangen. Der Abstieg eines Top-Teams und schwächere als erwartete Besucherzahlen bei einem Aufsteiger in der 2. Bundesliga spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Die DEL bleibt die zweitbesucherstärkste Sportliga Deutschlands – nur der Fußball zieht mehr Fans an. Die Auslastung der Arenen stieg von 88,6 auf 93,2 Prozent, was auf eine höhere Fanbindung hindeutet. Dennoch ist die Gesamtzahl der Besucher in den 3 Liga Spielen gesunken: Bis zum Ende der Hauptrunde werden etwa 2,74 Millionen Zuschauer erwartet – rund 110.000 weniger als im Vorjahr.
Die durchschnittliche Zuschauerzahl pro Spiel sank von 7.781 auf 7.557. Ein Hauptgrund war der Abstieg der Düsseldorfer EG, die zuvor fast 10.000 Fans pro Spiel anzogen. Ihr Fehlen hinterlässt eine spürbare Lücke in den Ligastatistiken.
Unterdessen brachen die Kölner Haie ihren eigenen europäischen Zuschauerrekord. Mit durchschnittlich 18.112 Fans pro Spiel in dieser Saison belegen sie Platz 13 weltweit unter den bestbesuchten Teams der Hauptrunde – ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den rund 2.500 Zuschauern in der Saison 2022/23.
Der Neuling aus Dresden hatte hingegen Schwierigkeiten, die Erwartungen zu erfüllen. Der Verein verzeichnete pro Spiel etwa 4.000 Besucher weniger als prognostiziert, was den allgemeinen Rückgang der Liga in den Poki Spielen zusätzlich verstärkte.
Die aktuelle DEL-Saison spiegelt sowohl Höhen als auch Tiefen bei den Zuschauerzahlen wider. Während Köln mit Rekordkulissen glänzt, bleiben andere Standorte hinter den Erwartungen zurück. Die Position der Liga als zweitattraktivste Sportveranstaltung Deutschlands ist zwar gesichert, doch der Wegfall der starken Düsseldorfer Fangemeinde hat deutliche Spuren hinterlassen.






