16 January 2026, 17:00

Deutsche Banken lassen Schließfach-Kunden im Regen stehen – wer haftet bei Diebstahl?

Eine Ziegelwand mit einem Schild, auf dem "Deutsche Nationalbank-Schließfächer" steht, und einem Fenster oben drauf.

Sparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bank-Schließfächer anderswo versichert - Deutsche Banken lassen Schließfach-Kunden im Regen stehen – wer haftet bei Diebstahl?

Viele deutsche Banken bieten für den Inhalt von Schließfächern kaum oder gar keinen automatischen Versicherungsschutz. Kunden stellen dies oft erst nach einem Diebstahl oder einer Katastrophe fest, wenn sie bereits Wertgegenstände verloren haben. Die fehlende Absicherung hat manche mit unerwarteten finanziellen Verlusten zurückgelassen.

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Mehrere Großbanken, darunter die Deutsche Bank, versichern den Inhalt von Schließfächern nur dann, wenn Kunden dies ausdrücklich beantragen. Selbst in diesen Fällen ist der Schutz häufig auf einige Zehntausend Euro begrenzt. Die Sparkasse Gelsenkirchen deckt beispielsweise maximal 10.300 Euro ab, während die Hamburger Sparkasse (Haspa) eine Standardpolice über 40.000 Euro anbietet – mit Optionen für höherwertige Gegenstände.

Zwar sind Banken gesetzlich verpflichtet, die Schließfächer zu sichern, doch im Schadensfall ist der Nachweis von Fahrlässigkeit oft schwierig. Viele Kunden gingen davon aus, dass ihr Eigentum umfassend geschützt sei – bis sie nach einem Vorfall Lücken in der Absicherung entdeckten. Verbraucherschützer raten mittlerweile dazu, eine separate Versicherung abzuschließen, um solche Risiken zu vermeiden.

Das Problem zeigt eine weitverbreitete Lücke im finanziellen Schutz für Schließfachnutzer auf. Ohne zusätzliche Versicherung könnten Kunden Schwierigkeiten haben, Verluste durch Diebstahl, Brand oder andere Schäden zu ersetzen. Die Banken legen weiterhin eigene Deckungsobergrenzen fest und überlassen es den Kunden, für weiteren Schutz selbst zu sorgen.