Dormagen und das Bundesland suchen Lösungen für Kitas, Jugendhilfe und Industrie
Oswin MosemannDormagen und das Bundesland suchen Lösungen für Kitas, Jugendhilfe und Industrie
Wichtiges Treffen im Dormagener Rathaus: Lokale Herausforderungen und Landeslösungen Am 18. Februar 2026 fand im Dormagener Rathaus ein zentrales Gespräch zwischen Bürgermeister Erik Lierenfeld und der Landtagsabgeordneten Heike Troles statt. Im Mittelpunkt standen drängende Probleme der Kommunen und die Frage, wie die Landespolitik diese mitgestalten kann.
Themen des Austauschs waren unter anderem die Kinderbetreuung. Ein Pilotprojekt in Dormagen, das kleinere Gruppen in städtischen Kitas vorsieht, wurde als vorbildhaft für eine mögliche Ausweitung bewertet. Beide Politiker waren sich einig, dass der Bereich frühkindliche Bildung stärker durch das Bundesland unterstützt werden muss.
Ebenfalls zur Sprache kam der Tod des 14-jährigen Schülers Yosef, der Forderungen nach einem Ausbau staatlich finanzierter Jugendhilfeprogramme nach sich zog. Lierenfeld betonte, dass zusätzliche Mittel unverzichtbar seien, um künftig ähnliche Tragödien zu verhindern.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der chemischen Industrie in Dormagen und ihrer zukünftigen Entwicklung. Dabei ging es sowohl um die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors für die Region als auch um Maßnahmen, um seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Troles unterstrich, dass das Bundesland gemeinsam mit den Städten und Gemeinden in der Verantwortung stehe. Regelmäßige Abstimmungen mit kommunalen Vertretern bezeichnete sie als essenziell für eine wirksame Politikgestaltung. Lierenfeld pflichtete ihr bei und hob hervor, dass ein kontinuierlicher Dialog mit der Landesebene entscheidend sei, um nachhaltige Lösungen für kommunale Herausforderungen zu finden.
Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Dormagen und der Bundeslandregierung. Konkrete nächste Schritte umfassen die Prüfung des Kita-Pilotprojekts für eine flächendeckende Einführung sowie die Erschließung neuer Fördermittel für Jugendhilfeangebote. Zudem vereinbarten beide Seiten, die Gespräche über die Unterstützung des Wachstums der chemischen Industrie fortzuführen.






