12 March 2026, 22:12

Dorothee Elmiger gewinnt mit Die Niederländerinnen den Deutschen Buchpreis

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, von denen einige Biergläser halten, sowie ein Fass im Hintergrund und deutschen Text unten.

Dorothee Elmiger gewinnt mit Die Niederländerinnen den Deutschen Buchpreis

Dorothee Elmiger gewinnt den Deutschen Buchpreis für Die Niederländerinnen

Die Schriftstellerin Dorothee Elmiger hat für ihren Roman Die Niederländerinnen den Deutschen Buchpreis erhalten. Bei der Verleihung in Frankfurt sorgte eine falsche Aussprache ihres Nachnamens für eine kurze, aber bemerkenswerte Diskussion. Elmiger, die Wurzeln im Appenzellerland hat, aber heute in New York lebt, nahm den Preis entgegen – begleitet von einer Zeile aus einem Song der Band Tocotronic.

Die Verwirrung begann, als Karin Schmidt-Friderichs, Präsidentin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Elmiger fälschlich als "Elminger" statt "Elmiger" vorstellte. Der Fehler fiel dem Publikum auf und löste leises Gemurmel aus. Nach der Korrektur betrat Elmiger die Bühne, bedankte sich beim Publikum und zitierte einen Vers der Hamburger Band Tocotronic.

Ihr Familienname lässt sich auf einen Hof namens Elmeringen in Neudorf im Kanton Luzern zurückführen. Obwohl sie viele Jahre in Berlin lebte, ist New York heute ihr Zuhause. Der diesjährige Sieg markiert ihren ersten Deutschen Buchpreis – eine Auszeichnung, die ihr bisher verwehrt geblieben war.

Durch den Abend führte Stefan Gubser, ein Journalist mit langer Erfahrung in digitalen Medien seit deren Anfängen. Während er in seiner Karriere einst bekannte Schauspieler interviewte, stand diesmal die Literatur im Mittelpunkt. Der Preis unterstreicht Elmigers wachsenden Ruf als eine der prägenden Stimmen der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur.

Die falsche Namensnennung sorgte für einen unerwarteten Moment, doch im Zentrum des Abends bleibt Elmigers Triumph. Ihr Roman Die Niederländerinnen zählt nun zu den bedeutendsten Werken des Jahres 2025 – und die Auszeichnung festigt ihren Platz als herausragende Autorin der deutschen Literaturszene.

Quelle