Dorper Arche-Zentrum schließt 2027 – ein Abschied mit Wehmut und Strategie
Hellmuth OrtmannDorper Arche-Zentrum schließt 2027 – ein Abschied mit Wehmut und Strategie
Die katholische Kirche in Dorp bereitet sich darauf vor, ihr Gemeinschaftszentrum Arche bis Anfang 2027 zu schließen. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Plans zur Reduzierung der Anzahl der Kirchengebäude in der Region. Die Entscheidung ist das Ergebnis jahrelanger Planung und spiegelt die veränderten Größenverhältnisse und Bedürfnisse der Gemeinde wider.
Das Arche-Zentrum diente seit seiner Eröffnung im Jahr 1983 als zentraler Begegnungsort. Über Jahrzehnte hinweg fanden hier wöchentliche Sonntagsgottesdienste und zahlreiche Gemeinschaftsveranstaltungen statt. Trotz seiner Bedeutung wird das Gebäude am 1. Februar 2027 entwidmet – ein Prozess, der bereits im Juli 2025 eingeleitet wurde.
Die Schließung steht im Einklang mit einer langfristigen Strategie, die 2011 ins Leben gerufen wurde. Pfarrer Joachim Römelt bestätigte, dass die Verlegung der Aktivitäten in die Dorper Kirche seit Jahren geplant sei. Der Zeitplan für die schrittweise Außerbetriebnahme des Arche-Zentrums wurde zwischen 2020 und 2030 festgelegt.
Künftig werden sich die Aktivitäten auf die Dorper Kirche konzentrieren, die über einen Kirchensaal, ein Café, einen großen Gemeindesaal und Außenflächen mit Grünanlagen verfügt. Einige Veranstaltungen sollen zudem im nahegelegenen Goudahof stattfinden, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität gerecht zu werden. Die angrenzende Arche-Kita bleibt jedoch von den Veränderungen unberührt und bleibt weiterhin geöffnet.
Pfarrerin Raphaela Demski-Galla räumte ein, dass der Abschied vom Arche-Zentrum für die Gemeinde emotional schwierig sei. Kirchenvorsteherin Andrea Enders bezeichnete den Schritt als notwendig und verwies auf den Rückgang der Mitgliederzahlen und des Personals. Die Entscheidung ist Teil des übergeordneten Ziels der Evangelischen Kirche im Rheinland, ihr Gebäudeportfolio bis Mitte der 2030er-Jahre von etwa 800 auf 400 Immobilien zu halbieren.
Die Entwidmung des Arche-Zentrums markiert einen tiefgreifenden Wandel für die Dorper Gemeinde. Sämtliche Gottesdienste und die meisten Veranstaltungen werden künftig in der Dorper Kirche stattfinden. Die endgültige Entscheidungsgewalt liegt beim regionalen Kirchenamt, das damit die anhaltenden Anpassungsprozesse innerhalb der Protestantischen Kirche in Solingen widerspiegelt.






