Dortmunds Erfolgsdruck: Warum Kovačs System die Vereinsführung spaltet
Anto SchülerDortmunds Erfolgsdruck: Warum Kovačs System die Vereinsführung spaltet
Borussia Dortmund hat bisher eine starke Saison gespielt – mit nur einer Niederlage in der Bundesliga und dem Einzug in die K.-o.-Phase der Champions League. Doch hinter den Kulissen wachsen die Zweifel an der Ausrichtung des Vereins unter Trainer Niko Kovač.
Seit seinem Amtsantritt hat Kovač 54 Spiele betreut, von denen er 32 gewann und 10 verlor. Trotz dieser Bilanz hält die interne Kritik an. Die Vereinsführung wünscht sich eine Rückkehr zum schnellen, offensiven Fußball mit klassischen Flügelspielern – ein Stil, der Dortmund in der Vergangenheit Erfolg brachte. Kovač' aktuelles System setzt jedoch nicht auf tempostarke Außenbahnspieler, was bei den Entscheidern auf Unverständnis stößt.
Auf dem Platz wirken wichtige Spieler in dieser Saison oft uninspiriert. Manche zeigen sich zu selbstzufrieden, während die Qualität der Bank unbeständig bleibt. Abseits des Rasens gelten die Vertragsbedingungen als übermäßig großzügig, was die Probleme des Clubs verstärkt. Ein weiteres Manko ist die fehlende Nachwuchsförderung unter Kovač – seit seiner Ankunft hat kein junger Spieler den Durchbruch geschafft.
Auch die Transferpolitik sorgt für Unmut. Das gescheiterte Vorhaben, Dean Huijsen 2024 zu verpflichten – der später zu Real Madrid wechselte –, offenbarten Ineffizienzen in den Verhandlungen. Simon Rödder, Dortmunds Verhandlungsführer, geriet wegen des Scheiterns in die Kritik, da zu viele Beteiligte den Prozess verlangsamten. Die Vereinsführung fordert nun von Kovač klarere, entschlossenere Erfolge – sowohl im Spielstil als auch in den Ergebnissen.
Die Verantwortlichen drängen auf eine dominantere, offensivere Ausrichtung mit schnelleren Flügelspielern und überzeugenderen Leistungen. Zudem müssen die Transferstrategie und interne Abläufe optimiert werden, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Kovač bleibt vorerst im Amt, doch der Druck auf sichtbare Veränderungen – auf und neben dem Platz – wächst.






