Drei Festnahmen nach geplanten Bombenanschlägen auf Güterverkehr 2025
Klothilde BergerDrei Festnahmen nach geplanten Bombenanschlägen auf Güterverkehr 2025
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat drei Männer festgenommen, die verdächtigt werden, für das Jahr 2025 Brand- und Bombenanschläge auf den Güterverkehr geplant zu haben. Die Verhaftungen erfolgen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Welle von Sabotageakten, die sich gegen die Verkehrsinfrastruktur des Landes richten. Behörden verzeichnen einen deutlichen Anstieg solcher Vorfälle im vergangenen Jahr.
Das Bundesanwaltsamt bestätigte die Festnahme von drei Personen, die angeblich Anschläge auf das Güterbahnnetz vorbereitet haben sollen. Ihr mutmaßliches Ziel war es, wichtige Transportrouten innerhalb Deutschlands zu stören.
Die Zahl der Sabotagefälle ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Allein im Jahr 2025 registrierte das Bundeskriminalamt 93 Fälle von vorsätzlicher Sabotage an Verkehrsinfrastrukturen – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Der häufigste Beweggrund fiel in die Kategorie „sonstige Zugehörigkeit“, mit 37 dokumentierten Fällen. Zudem wurden 2025 erstmals 12 Fälle von „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ erfasst, eine bisher nicht systematisch erfasste Kategorie.
Bereits jetzt hat es spektakuläre Vorfälle gegeben. Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem Saboteure eine Metallklemme auf den Gleisen platziert hatten. Der Anschlag soll gezielt auf einen geplanten US-Militärkonvoi auf derselben Strecke abgestimmt gewesen sein. Anfang desselben Monats hatte ein Brand in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahmgelegt; farbige Linksextremisten bekannten sich zu der Tat.
Weitere Störungen folgten Ende Juli 2025. Zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf führten zu Sperrungen und Ausfällen im Zugverkehr, wobei die Ermittler von vorsätzlichem Handeln ausgehen. Über die deutschen Grenzen hinaus führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands im Herbst 2025 Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch.
Die Festnahmen unterstreichen die wachsende Bedrohung für die deutschen Verkehrsnetze. Seit 2022 haben Sabotageakte an Häufigkeit und Professionalität zugenommen. Die Behörden ermitteln weiterhin zu den Motiven und Hintergründen der Angriffe, wobei einige Fälle mit ausländischen Akteuren und extremistischen Gruppen in Verbindung gebracht werden.






