14 March 2026, 20:09

Duisburgs Logport I wird zum neuen Siemens-Standort für Regionalzug-Produktion

Ein gro\sser Lagerhalle mit ausgedehnten Ger"usten, Verkehrskegeln auf dem Boden, Metallstangen, ein Schild, verschiedene Maschinen, eine T"ur, Fenster, eine Wand und ein Dach mit Deckenleuchten.

Duisburgs Logport I wird zum neuen Siemens-Standort für Regionalzug-Produktion

Duisburgs Logport I bekommt eine große neue Produktionshalle – ein Zeichen für den industriellen Wandel der Stadt

In Duisburgs Logport I entsteht eine bedeutende neue Produktionshalle, die einen Wandel in der industriellen Ausrichtung der Stadt einläutet. Die Siemens Mobility wird die Anlage nutzen, um Regionalzüge zu montieren – eine Reaktion auf den Platzmangel am Standort Uerdingen. Lokale Verantwortliche und Unternehmensvertreter betonen das Potenzial des Projekts, der Region langfristige Vorteile zu bringen.

Hintergrund der Entscheidung ist die begrenzte Kapazität des bestehenden Siemens-Werks in Uerdingen. Die neue, 200.000 Quadratmeter große Halle soll laut Matthias Wittemer von Siemens Mobility nicht nur als Logistikzentrum, sondern als vollwertiger Montagestandort dienen. Innen werden fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die Produktion von Schienenfahrzeugen ermöglichen. Der Betrieb soll Anfang 2027 aufgenommen werden.

Die Duisport, die Hafenbehörde der Stadt, hebt die direkte Schienenanbindung der Halle hervor, die den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I reduzieren soll. Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisport, bezeichnet das Vorhaben als "echten Mehrwert" und distanziert sich damit von früherer Kritik an Projekten wie Tiger & Turtle oder der Mercatorinsel. Zudem verwies er auf den Abriss der alten Stahlwerkshallen in Längsbauweise bis 2023/24, der Platz für moderne Entwicklungen schafft.

Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen: Benachbarte Querhallen müssen saniert werden, doch laufende Verpackungslogistik erlaubt keine Betriebsunterbrechungen. Zwar wurden noch keine genauen Beschäftigtenzahlen für die neue Halle genannt, doch der Hafen sichert derzeit rund 52.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link begrüßt das Projekt als wichtigen Schritt für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt.

Die neue Anlage soll bis Anfang 2027 in den Logport I integriert werden und die Produktionskapazitäten von Siemens Mobility deutlich erhöhen. Durch die schienengebundene Logistik werden nicht nur Abläufe effizienter, sondern auch Emissionen durch Straßenverkehr reduziert. Für Duisburg bedeutet das Projekt einen Schritt hin zu hochwertiger Fertigung – über die traditionelle Logistikrolle hinaus.

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