Düsseldorfs „grantiger Führer“ macht Museumsbesuche zum unvergesslichen Erlebnis
Klothilde BergerDüsseldorfs „grantiger Führer“ macht Museumsbesuche zum unvergesslichen Erlebnis
Im Museum, in dem ein „grantiger Führer“ Besucher auf eine „höchst unangenehme“ Tour mitnimmt – und sie immer ausverkauft ist
Teaser: Das Düsseldorfer Kunstpalast-Museum, Heimat der größten Glassammlung Europas, ist das Revier von Joseph Langelinck – besser bekannt als der „grantige Führer“*.
10. November 2025
Eine Museumsführung in Düsseldorf hat mit einem ungewöhnlichen Konzept überraschend Erfolg: Sie bietet Besuchern ein bewusst unangenehmes Erlebnis. Die „Grantige Führung“ im Kunstpalast kostet nur 7 Euro und dauert eine Stunde – doch ihr wahrer Reiz liegt in den provokanten Auftritten ihres fiktiven Gastgebers, Joseph Langelinck.
Die Tour startete im Mai und ist seitdem bei jeder Veranstaltung ausverkauft. Der Performance-Künstler Carl Brandi, der Erfinder des Konzepts, schlüpft in die Rolle Langelincks – eine Figur, die Gäste für Kleinigkeiten wie das Checken des Handys oder das Hinsetzen scharf anfasst. Beworben als „höchst unangenehm“, bringt die Führung die Besucher stattdessen zum Lachen und wird als genial gefeiert.
Der Andrang reißt nicht ab: Jede Veranstaltung lockt weiterhin volle Häuser. Für 7 Euro erleben die Gäste eine Stunde voller theatralischer Beleidigungen und scharfen Humors – ein Beweis dafür, dass selbst eine bewusst unfreundliche Erfahrung das Publikum begeistern kann.






