Edeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Sozialarbeit
Anto SchülerEdeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in der Sozialarbeit
Edeltraut Müller ist mit der höchsten Auszeichnung Deutschlands für ihr lebenslanges Engagement in der Sozialarbeit geehrt worden. Am 28. November 2025 überreichte ihr Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung würdigt ihren jahrzehntelangen Einsatz für benachteiligte Gruppen in der Stadt und darüber hinaus.
Müllers Engagement begann früh in ihrer Laufbahn. Vor ihrem Ruhestand arbeitete sie als Ordensschwester in Münster und später als Pflegekraft im Essener Philippusstift. Ihr Mitgefühl führte zu innovativen Veränderungen: Als Leiterin des Caritas Stift St. Lambertus in Rellinghausen führte sie eine Regelung ein, die es Senioren ermöglichte, Haustiere zu halten – eine Premiere für Essen.
Seit 2014 engagiert sie sich ehrenamtlich beim Projekt Wünschewagen, das sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Im Laufe der Jahre begleitete sie persönlich über 100 dieser emotionalen Fahrten. Doch damit nicht genug: 2017 schloss sie sich der St. Ludgeri Stiftung in Essen-Werden an, übernahm Aufgaben am Empfang und organisierte Gemeinschaftsveranstaltungen. Zudem warb sie Sponsoren an, um die Kosten für den vierteljährlichen Newsletter der Stiftung zu senken und dessen weitere Veröffentlichung zu sichern.
Das Bundesverdienstkreuz, 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet, bleibt die einzige allgemeine staatliche Auszeichnung Deutschlands für herausragende öffentliche Verdienste. Seit seiner Einführung wurden damit über 260.000 Menschen geehrt.
Müllers Auszeichnung unterstreicht ihren weitreichenden Einfluss auf das soziale Gefüge Essens. Ob in der Pflege, der Sterbebegleitung oder der Gemeinschaftsarbeit – ihr Wirken hat unzählige Menschen berührt. Die Ehre spiegelt sowohl ihre persönliche Großzügigkeit als auch die nachhaltige Wirkung ihres Handelns wider.






