Ehrenpreis für Dr. Seligmann: Lebenswerk für die Erinnerungskultur in der Villa ten Hompel
Klothilde BergerEhrenpreis für Dr. Seligmann: Lebenswerk für die Erinnerungskultur in der Villa ten Hompel
Dr. Michael Seligmann wurde für sein jahrzehntelanges Engagement bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses ausgezeichnet. Seine Führungsrolle im Verein Historischer Ort Villa ten Hompel fand sowohl bei Behörden als auch bei Kollegen große Anerkennung. Die Ehrung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland über mögliche Standorte für ein neues Bildungszentrum von Yad Vashem berät.
Von 1998 bis 2022 leitete Dr. Seligmann ehrenamtlich den Verein Villa ten Hompel. Unter seiner Ägide trieb die Organisation die Entwicklung der Gedenkstätte in Münster voran, mit besonderem Fokus auf Bildung und Erinnerungskultur. Die Einrichtung unterhält seit Langem eine enge Partnerschaft mit Yad Vashem in Jerusalem und festigt damit ihre Rolle in der Holocaust-Bildung.
Stefan Querl, der heutige Leiter von Villa ten Hompel, würdigte Dr. Seligmann als Garanten für Stabilität und Wachstum des Vereins. Regierungspräsidentin Dorothee Bothe bezeichnete den Historiker während der BVK-Preisverleihung als "Pionier der Erinnerungskultur". Seligmann selbst bedankte sich für die Auszeichnung und betonte deren Bedeutung angesichts der heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Nordrhein-Westfalen, wo die Villa ten Hompel liegt, gehört zu den drei Bundesländern, die sich um die Ansiedlung des Yad-Vashem-Bildungszentrums bewerben – neben Bayern und Sachsen. Zwar hatte sich Seligmann in der Vergangenheit positiv über die Eignung seiner Region geäußert, doch liegen aktuell keine öffentlichen Stellungnahmen von ihm zum Auswahlverfahren vor.
Die Auszeichnung unterstreicht Seligmanns nachhaltigen Einfluss auf die historische Bildung in Deutschland. Seine Arbeit bleibt eng mit dem Ruf und der Mission der Villa ten Hompel verbunden. Unterdessen steht die Entscheidung über den Standort des Yad-Vashem-Zentrums noch aus.






