11 May 2026, 02:13

Elektrische Baumaschinen könnten 960 Tonnen CO₂ auf einer Baustelle sparen

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Elektrische Baumaschinen könnten 960 Tonnen CO₂ auf einer Baustelle sparen

Ein neues Vorhaben revolutioniert Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, indem es dieselbetriebene Maschinen durch sauberere Alternativen ersetzt. Das Projekt VoltaVia, geleitet vom PEM-Team der RWTH Aachen und Zeppelin Rental, hat zwei Jahre lang Lösungen entwickelt, um die Emissionen schwerer Baumaschinen zu reduzieren. Erste Ergebnisse zeigen: Allein durch die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle ließen sich bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen.

Zu Beginn des Projekts analysierten die Forscher, wie viel Strom und Wasserstoff künftige Baustellen benötigen würden. Sie erstellten ein detailliertes Nachfragemodell, um den Bedarf verschiedener Gerätetypen vorherzusagen. Anschließend testeten sie unterschiedliche Versorgungsoptionen – von Schnellladestationen am Straßenrand bis hin zu mobilen Batteriespeichern.

Für viele dieselbetriebene Maschinen gibt es bereits elektrische Versionen oder diese befinden sich in der Entwicklung. Diese Alternativen stoßen deutlich weniger Emissionen aus, arbeiten leiser und erfordern weniger Wartung. Zudem sind sie für Bediener einfacher zu handhaben als herkömmliche Dieselmodelle.

Trotz der offensichtlichen Vorteile bleiben zwei zentrale Herausforderungen: die höheren Anschaffungskosten und der Mangel an Ladestationen. Achim Kampker, Leiter des PEM, betonte jedoch, dass sich die Elektrifizierung auch für kleine und mittlere Unternehmen rechnen kann. Sein Ausblick: Batteriebetriebene Lösungen werden den Markt voraussichtlich kurzfristig dominieren, während Wasserstoff langfristig vor allem für größere Maschinen an Bedeutung gewinnen könnte.

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Die Erkenntnisse von VoltaVia bieten eine Blaupause für die Reduzierung von Baustellenemissionen in der DACH-Region. Durch den Umstieg auf elektrische und wasserstoffbetriebene Geräte lassen sich langfristig Kosten und Umweltbelastung senken. Der nächste Schritt besteht darin, die Infrastruktur auszubauen, um die breite Einführung dieser saubereren Technologien zu ermöglichen.

Quelle