20 April 2026, 10:10

Essen führt Zweijahreshaushalt ein – Millionenersparnis durch NRW-Entschuldung

Plakat mit Text: "Fast 5,5 Millionen Menschen sind im Sparplan eingeschrieben", das die erschwingliche Option für die Rückzahlung von Studienkrediten hervorhebt.

Essen führt Zweijahreshaushalt ein – Millionenersparnis durch NRW-Entschuldung

Die Stadt Essen reformiert ihre Haushaltsplanung grundlegend und führt für die Jahre 2027/2028 einen neuen Zweijahreshaushalt ein. Ziel der Umstellung ist es, Kosten zu senken, die Transparenz zu erhöhen und die administrative Belastung der Kommunalverwaltung zu verringern. Zudem erwartet die Stadt erhebliche Einsparungen durch das Entschuldungsprogramm von Nordrhein-Westfalen, das Liquiditätskredite in Höhe von rund 610,7 Millionen Euro übernimmt.

Der Entwurf des Haushalts wird dem Rat am 16. September 2026 vorgelegt; die endgültige Entscheidung soll am 18. November 2026 fallen. Die Umstellung auf einen zweijährigen Turnus reduziert den bürokratischen Aufwand für Verwaltung und politische Gremien gleichermaßen. Gleichzeitig ermöglicht sie eine bessere finanzielle Planungssicherheit – insbesondere für kreditfinanzierte Projekte im zweiten Jahr.

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Um die Ausgaben stärker zu kontrollieren, hat Essen verschärfte Regelungen eingeführt: Jede Ausgabe über 5.000 Euro bedarf nun einer Vorabgenehmigung im Rahmen des sogenannten "Kassenvisums". Bei freiwilligen Leistungen wurden die Budgets um 20 Prozent gekürzt, wobei einige Bereiche nach einem neuen Katalog ausgenommen sind. Zudem prüft die Stadt, welche Verwaltungsausgaben verschiebbar sind, um die Haushaltsdisziplin zu wahren.

Das Entschuldungsprogramm soll bereits 2026 Zinsersparnisse von etwa 11,7 Millionen Euro bringen. Essen profitiert damit von der Landesinitiative Nordrhein-Westfalens, die Liquiditätskredite der Stadt in Höhe von 610,7 Millionen Euro übernimmt.

Der Zweijahreshaushalt wird Essen mehr Stabilität in der Finanzplanung bringen. Strengere Ausgabenregeln und Entschuldungsmaßnahmen sollen die Effizienz steigern und die Kosten senken. Die endgültige Abstimmung im November 2026 wird zeigen, wie das neue System umgesetzt wird.

Quelle