20 April 2026, 04:10

Essen startet KI-Pilotprojekt COMO für smarteren Stadtverkehr an der Ruhrallee

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Ampeln, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Essen startet KI-Pilotprojekt COMO für smarteren Stadtverkehr an der Ruhrallee

Essen testet neues KI-gestütztes Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee

Ab dem 19. Januar 2026 wird Essen für sechs Wochen ein innovatives, KI-basiertes Verkehrssystem namens COMO an der Ruhrallee erproben. Ziel des Pilotprojekts ist es, die städtische Mobilität zu verbessern, die Sicherheit zu erhöhen und die Umweltbelastung zu verringern. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen seiner Digitalisierungsinitiative für den Stadtverkehr gefördert.

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Der Test findet am Kreuzungsbereich von Ruhrallee, Westfalenstraße und Wuppertaler Straße statt – in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH. In dieser Phase werden die Software und Parameter von COMO optimiert, was vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen führen kann.

Intelligente Sensoren, Echtzeit-Datenplattformen und adaptive Ampeln steuern mit COMO den innerstädtischen Verkehrsfluss. Das System reagiert flexibel auf Verspätungen im Öffentlichen Nahverkehr, Baustellen sowie Umweltfaktoren wie die Luftqualität. Umweltmesstationen erfassen Stickoxid- (NOₓ) und CO₂-Werte, während Kameras Verkehrsströme analysieren. LED-Matrix-Anzeigen informieren Autofahrer:innen dynamisch über die aktuelle Situation, und die KI-gesteuerten Ampeln passen ihre Schaltungen bedarfsgerecht an.

Die Stadt Essen verspricht, Anwohner:innen über digitale Visualisierungen und Berichte auf dem Laufenden zu halten. Die gesammelten Daten fließen zudem in das nationale Mobilitätsdaten-Netzwerk (Mobilithek) ein. Betont wird, dass keine individuellen Verkehrsteilnehmer:innen erfasst werden – der Datenschutz bleibe gewahrt.

Bei Erfolg soll COMO ab dem 1. März 2026 entlang der Ruhrallee in den Regelbetrieb gehen. Der Pilotkorridor soll beweisen, dass eine adaptive, nachfrageorientierte Verkehrssteuerung Staus und Emissionen in stark frequentierten Stadtgebieten reduzieren kann. In der Testphase wird geprüft, wie gut die Komponenten des Systems unter realen Bedingungen zusammenarbeiten. Nach Anpassungen erwartet die Stadt eine effizientere Verkehrsführung, geringere Schadstoffwerte und mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Essens Ansatz könnte Schulbeispiel für andere deutsche Städte werden, die ihre Verkehrsnetze modernisieren wollen.

Quelle