05 February 2026, 22:17

Evonik streicht 1.000 Jobs und reformiert Dividendenpolitik bis 2026

Eine Karikatur eines Mannes neben einem von einem Pferd gezogenen Wagen mit einem Rad in der Mitte, mit der Aufschrift "Die Standard Oil Company wird im März eine weitere 16-prozentige Dividende ausschütten."

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik streicht 1.000 Jobs und reformiert Dividendenpolitik bis 2026

Evonik kündigt umfangreiche finanzielle und strukturelle Veränderungen für 2026 an

Der Chemiekonzern Evonik hat Pläne vorgelegt, nach denen bis 2026 rund 1.000 Arbeitsplätze abgebaut und eine neue Dividendenpolitik eingeführt werden sollen. Diese Maßnahmen folgen auf ein schwieriges Jahr 2025, in dem Umsatz und Erträge deutlich hinter den Vorjahreswerten zurückblieben.

Im Jahr 2025 sank der Umsatz von Evonik um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) ging um 9 Prozent zurück und lag knapp unter 1,9 Milliarden Euro. Als Gründe für den Rückgang nannte das Unternehmen die schwache konjunkturelle Lage.

In den vergangenen fünf Jahren sah sich Evonik zunehmend dem Wettbewerb chinesischer Konkurrenten ausgesetzt. Unternehmen wie Wanhua Chemical und Sinopec konnten ihren Marktanteil in Schlüsselbereichen wie Silikonen und Spezialadditiven auf über 25 Prozent ausbauen. Evoniks eigener Anteil in diesen Segmenten schrumpfte dagegen von etwa 8 auf 6,5 Prozent. Trotz dieser Entwicklung trieb das Unternehmen seine Innovationsbemühungen voran und meldete 15 Prozent mehr Patente im Bereich nachhaltiger Katalysatoren und biobasierter Chemie an.

Für 2026 rechnet Evonik mit einer leichten Erholung des bereinigten EBITDA und prognostiziert eine Spanne zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Christian Kullmann führte eine neue Dividendenpolitik ein, um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen. Die Ausschüttung für 2025 soll bei 1,00 Euro je Aktie beginnen, künftige Dividenden werden zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Aktionär von Evonik, unterstützt die Pläne.

Mit den Stellenabbau und der überarbeiteten Dividendenpolitik will das Unternehmen seine finanzielle Position stärken. Angesichts der prognostizierten EBITDA-Erholung im Jahr 2026 strebt Evonik eine Balance zwischen Kostensenkungen und Aktionärsrenditen an. Das kommende Jahr wird zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den anhaltenden Marktdruck auszugleichen.

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