02 May 2026, 02:08

Ex-Berater von Merkel und Obama fordern UN-Reform gegen Trumps Unilateralismus

Eine Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute veranschaulicht, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Mitgliedschaft unterteilt sind.

Ex-Berater von Merkel und Obama fordern UN-Reform gegen Trumps Unilateralismus

Zwei ehemalige Berater von Angela Merkel und Barack Obama haben Deutschland und die USA aufgefordert, enger zusammenzuarbeiten, um eine Reform des UN-Sicherheitsrats voranzutreiben. Christoph Heusgen und Philip Murphy, beide erfahrene Diplomaten, betonen, dass eine intensivere Kooperation notwendig sei, um den Risiken eines amerikanischen Unilateralismus unter Donald Trump entgegenzuwirken. Ihr Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und Europa.

In einer aktuellen Analyse kritisieren Heusgen und Murphy Trumps Außenpolitik scharf. Sie werfen dem Präsidenten vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Seine Handlungen, so die Diplomaten, hätten Zweifel an der langfristigen Bindung der USA an die NATO geweckt.

Die beiden Experten äußern zudem Bedenken hinsichtlich Trumps Einfluss auf die innere Politik der USA. Sie beschuldigen ihn, die Gewaltenteilung zu untergraben, indem er die Justiz unter Druck setze und den Kongress an den Rand dränge. Ihre Warnungen erstrecken sich auch auf die Handelspolitik, wo sie davon ausgehen, dass ein demokratischer Präsident die transatlantischen Beziehungen wieder stärken und fairere Abkommen mit der EU anstreben würde.

Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich Heusgen und Murphy optimistisch für die Midterm-Wahlen 2022. Sie prognostizieren, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewinnen und möglicherweise auch im Senat. Ein solcher Machtwechsel, so ihre Argumentation, könnte zu einer ausgewogeneren amerikanischen Außenpolitik führen.

Ihr Reformvorschlag für die UN sieht ein Modell mit halbpermanenten Sitzen im Sicherheitsrat vor. Dieser Ansatz, so die Diplomaten, sei realistischer, um die notwendige Unterstützung der Mitgliedstaaten zu sichern. Ziel sei es, internationale Institutionen zu stärken und gleichzeitig die Rechtsstaatlichkeit zu wahren.

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Die Autoren betonen, dass sowohl die USA als auch Europa am meisten von einer regelbasierten globalen Ordnung profitieren. Ihr Aufruf zur Reform spiegelt die breiteren Sorgen über Trumps Führung und deren Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen wider. Sollten die Demokraten 2022 an Einfluss gewinnen, erwarten sie eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel und Sicherheit.

Quelle