19 December 2025, 12:30

Explosion einer 180-Meter-Höhen-Schornstein in der Kraftwerk Voerde

Ein Feuer brennt in einem Schornstein.

Explosion einer 180-Meter-Höhen-Schornstein in der Kraftwerk Voerde - Explosion einer 180-Meter-Höhen-Schornstein in der Kraftwerk Voerde

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

  1. Dezember 2025, 11:21 Uhr

Am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Voerde am Niederrhein hat eine große Sprengung stattgefunden. Der Energiekonzern RWE ließ einen 180 Meter hohen Schornstein kontrolliert sprengen – und ebnete damit den Weg für ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk. Auf dem Gelände der stillgelegten Kohleanlage soll nun ein moderner GuD-Kraftwerksblock (Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk) mit einer Leistung von 850 Megawatt entstehen.

Der einst über 220 Meter hohe Schornstein war vor der Sprengung bereits teilweise zurückgebaut worden. Er gehörte zur alten Anlage in Voerde, die 2017 nach jahrzehntelangem Betrieb vom Netz ging. Die kontrollierte Sprengung wurde per Livestream übertragen und markiert einen sichtbaren Schritt in der Umgestaltung des Standorts.

RWE plant, die Kohleanlage durch ein wasserstofftaugliches GuD-Kraftwerk zu ersetzen. Bei Genehmigung könnte das neue 850-Megawatt-Kraftwerk ab 2030 in Betrieb gehen. Noch ausstehend sind jedoch die finalen Baugenehmigungen sowie staatliche Fördermittel, die im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens beantragt werden müssen. Wie der ebenfalls am Projekt beteiligte Energiekonzern LEAG in einer Pressemitteilung vom 15. Oktober 2024 bekannt gab, übernimmt Dr. Markus Schneider die Projektleitung. Die Neugestaltung des Standorts soll neue Arbeitsplätze in der Region schaffen und den Wandel von der Kohle hin zu klimafreundlicheren Energietechnologien vorantreiben.

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Mit der Sprengung wird Platz für ein modernes Kraftwerk geschaffen, das künftig mit Wasserstoff betrieben werden soll. Falls alle Genehmigungen erteilt werden, könnte die Anlage in etwa sechs Jahren ans Netz gehen. Das Projekt steht für den Übergang zu einer CO₂-ärmeren Energieerzeugung und belebt gleichzeitig die industrielle Nutzung des Rhein-Standorts neu.