FC Köln verliert Derby und kämpft mit Fan-Boykott und Abstiegsangst
Anto SchülerFC Köln verliert Derby und kämpft mit Fan-Boykott und Abstiegsangst
Kölner Derbytag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derbytag zum Vergessen? "Nein!" betonte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän (noch) keine Sorgen. Stattdessen beschäftigte ihn vor allem die Situation einiger Kölner Fans, die beim verdienten 0:2 (0:0) ihres Teams bei Bayer Leverkusen wegen eines Boykotts auffällig abwesend waren.
- FC Köln erlebte im Abstiegskampf einen weiteren Rückschlag: Die 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen verlängerte die sieglose Serie in der Bundesliga auf fünf Spiele. Abseits des Platzes sorgte ein Fan-Boykott wegen Polizeikontrollen für zusätzliche Turbulenzen.
Etwa 500 mitgereiste Anhänger blieben dem Gästeblock fern – die Stimmung wirkte gespenstisch still. Selbst Leverkusens Ultras solidarisierten sich mit einem kurzen Auszug aus dem Stadion und schufen so eine ungewöhnliche Atmosphäre in der BayArena.
Das Spiel nahm bereits vor dem Anpfiff eine skurrile Wendung: Die lautstärksten Kölner Fans verweigerten ihre Teilnahme aus Protest gegen angeblich überzogene Polizeikontrollen – die Behörden wiesen später zurück, dass es sich um Leibesvisitationen gehandelt habe. Stattdessen verließen viele Anhänger das Stadion frühzeitig oder blieben ganz fern. Sportdirektor Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok kritisierten den fehlenden Rückhalt der Mannschaft und sprachen von einer "verpassten Chance".
Die Niederlage versetzt den FC in eine prekäre Lage zur Halbzeit der Saison. Der knappe Vorsprung auf die Abstiegsränge schmilzt weiter, während der Fan-Protest zusätzliche Unsicherheit schafft. Für das Team bleibt nun nur noch eine letzte Gelegenheit in diesem Jahr, den Negativlauf zu stoppen und neuen Schwung zu gewinnen.






