29 March 2026, 16:11

Feuerwehrmann nach Hymnen-Skandal suspendiert – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden vor einer Menge sitzen, die Fahnen und Plakate hält, mit einer Person, die in ein Mikrofon spricht, einer Statue und Gebäuden im Hintergrund während einer Anti-Schwulen-Demo in Berlin.

Feuerwehrmann nach Hymnen-Skandal suspendiert – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Ein umstrittenes Ereignis bei den Feuerwehrmeisterschaften in Torgau im August 2025 hat in ganz Deutschland für Diskussionen gesorgt. Richard Mänder, ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig, wurde von seinen Aufgaben entbunden, nachdem er die umstrittene erste Strophe der Nationalhymne gespielt hatte – und zwar in einer Aufnahme aus den 1970er-Jahren des Sängers Heino. Die Folgen führten zu einem Solidaritätskonzert von Heino, das Hunderte von Unterstützern für Mänders Fall mobilisierte.

Der Streit begann, als Mänder bei der Eröffnung der Meisterschaft Heinos Version der deutschen Nationalhymne abspielte. Die Aufnahme enthielt die erste Strophe, die seit Langem wegen ihrer historischen Assoziationen gemieden wird. Nach Beschwerden entzog der Deutsche Feuerwehrverband Mänder alle Richterämter und begründete dies mit einem Verstoß gegen die Richtlinien.

Mänder verteidigte seine Entscheidung und erklärte, er habe das Lied auf YouTube gefunden und keine politische Aussage beabsichtigt. Er wies rechtsextreme Sympathien von sich, räumte aber ein, sich unfair behandelt zu fühlen. Unterdessen kritisierte Heino die Entlassung öffentlich als unverhältnismäßig.

Als Reaktion organisierte Heino ein Konzert in Bad Belzig, das etwa 800 Besucher anzog. Die Menge jubelte, als er Hits wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara performte. Einige Teilnehmer, darunter Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen, skandierten Ostdeutschland als Zeichen der Solidarität. Heinos Manager, Helmut Werner, argumentierte, Mänder verdiene eine zweite Chance, und bezeichnete die Veranstaltung als Unterstützungskundgebung.

Der Deutsche Feuerwehrverband hat bisher keine offizielle Stellungnahme zum Hymnen-Streit abgegeben. Gegen andere Verantwortliche oder beteiligte Verbände wurden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Auch Heinos Team distanzierte sich von der Verwendung der Hymne beim Wettbewerb und betonte, man habe die umstrittene Version nicht gebilligt.

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Mänder bleibt von seinen Feuerwehrfunktionen suspendiert, rechtliche Schritte sind bisher nicht bekannt. Das Solidaritätskonzert unterstrich die unterschiedlichen Meinungen über die Strafe – viele Unterstützer halten sie für überzogen. Der Vorfall wirft Fragen zur Verwendung der Nationalhymne bei öffentlichen Veranstaltungen auf und lässt offen, ob es in künftigen Wettbewerben zu ähnlichen Fällen kommen wird.

Quelle