25 May 2026, 02:09

Florentina Holzinger revolutioniert Aktionskunst mit spektakulärem Pfingstspiel in Wien

Florentina Holzingers 'Pfingstspiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzinger revolutioniert Aktionskunst mit spektakulärem Pfingstspiel in Wien

Florentina Holzinger präsentierte ein kühnes neues Bühnenwerk in Wien über das Pfingstwochenende. Die Produktion verband extreme Körperlichkeit, Technologie und beeindruckende visuelle Effekte – ein neuer Impuls für die Aktionskunst. Das Publikum erlebte eine Reise von der Stadt in eine historische Burg, wo sich das Spektakel in mehreren dramatischen Szenen entfaltete.

Der Abend begann im Wiener Eislaufverein, wo Holzinger ihr Pfingstspiel inszenierte. Eine nackte Frau ließ sich in Zeitlupe an der Fassade des Intercontinental Hotels hinab, ein provokanter Auftakt. Anschließend ging es nach Schloss Prinzendorf, dem geistigen Zentrum von Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater, wohin die Zuschauer für den nächsten Akt gebracht wurden.

Dort inszenierten Elisabeth Holzinger und ein rein weibliches Ensemble eine „Letzte Abendmahl“-Szene im Burghof. Dreizehn Frauen schwebten in der Luft, Haken in Schultern und Knien – ein schroffes, intensives Bild. Die Vorstellung steigert sich weiter: Ein Monstertruck zermalmte einen Panzer – ein symbolischer Appell für Frieden –, bevor Drohnen in einer „Malaktion“ inspiriert von Nitschs Erbe über den Köpfen schwirrten.

Der Höhepunkt zeigte Holzinger und ihre Performerkolleginnen sanft in der Luft schwebend, ein Moment stiller Schönheit mitten im Chaos. Zuvor hatte die Produktion Autos, ein Motorrad und sogar einen Fallschirmsprung eingebunden – ein Beweis für Holzingers opulente Materialvielfalt. Anders als frühere Aktionskunstwerke verband diese Aufführung rohe Körperlichkeit mit modernster Technik und sprengte so die Grenzen der Live-Kunst.

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Die Vorstellung hinterließ mit ihrer Mischung aus Brutalität und Anmut einen bleibenden Eindruck. Indem Holzinger Nitschs rituelle Intensität mit zeitgenössischen Mitteln verknüpfte, definierte sie das Aktions-Theater für eine neue Ära neu. Die kraftvollen Bilder und der technische Ehrgeiz des Events setzen Maßstäbe für die experimentelle Performance-Kunst.

Quelle