Forscher zeigen: Milliarden sparen beim Stromnetzausbau ist möglich
Klothilde BergerForscher zeigen: Milliarden sparen beim Stromnetzausbau ist möglich
Energiewirtschaftliches Institut der Universität zu Köln schlägt Wege zur Kostensenkung beim Stromnetzausbau vor
Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln hat Vorschläge unterbreitet, wie die Kosten für den Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende gesenkt werden können. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass durch eine optimierte Anbindung von Solar- und Windparks an das Netz Milliarden eingespart werden könnten. Netzbetreiber stehen derzeit unter Druck, da die Nachfrage nach neuen Stromtrassen für den Ausbau erneuerbarer Energien stark steigt.
Laut EWI könnten die Kosten für den netzseitigen Ausbau der Erneuerbaren zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt liegen. Um diese Ausgaben zu reduzieren, empfiehlt das Institut, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzzugangspunkten zu bündeln. Dadurch ließen sich jährlich 1,8 Milliarden Euro an Infrastrukturkosten einsparen.
Gemeinsame Anschlüsse würden die durchschnittliche Netzauslastung verbessern und den Bedarf an Einspeisemanagement verringern. Allerdings könnte es dadurch auch häufiger zu Abregelungen erneuerbarer Energien kommen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Dennoch überstiegen die Einsparungen bei der Netzinfrastruktur die Kosten durch verlorenen Strom um 800 Millionen Euro pro Jahr.
Das Institut warnt zudem, dass die bestehenden Anreize zur Optimierung von Netzanschlüssen unvollständig sind. Ohne bessere politische Rahmenbedingungen könnten diese Lücken zu Wohlfahrtsverlusten führen. Gleichzeitig erfordert der Ausbau der Verteilnetze bis 2045 durchschnittliche Investitionen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro.
Bundesamt für Energie der Schweiz treibt Transparenz bei Erneuerbaren voran Das Schweizer Bundesamt für Energie ergreift Maßnahmen, um die Transparenz im Bereich der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Ein neues Dashboard soll regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung bereitstellen. Diese Initiativen – kombiniert mit den Vorschlägen des EWI – zielen darauf ab, den Netzausbau effizienter und kostengünstiger zu gestalten.
