Forschungsprojekt POTUS sucht nach Lösungen für nachhaltigen Güterverkehr in Städten
Hellmuth OrtmannForschungsprojekt POTUS sucht nach Lösungen für nachhaltigen Güterverkehr in Städten
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der städtische Güterverkehr nachhaltiger gestaltet werden kann. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal analysiert die Studie lokale Lieferketten, kurze Transportwege und den Einfluss von Stadtteileigenschaften auf die Nachfrage nach Lieferdiensten.
Das Projekt POTUS wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität koordiniert. Ziel ist es, zu ermitteln, wo und warum der Güterverkehr in Städten besonders stark anwächst. Die Forscher:innen werden zudem untersuchen, wie das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ Liefermuster beeinflusst, indem es die Versorgung mit Alltagsgütern in fußläufiger oder radfahrbarer Entfernung ermöglicht.
Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien sowie Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden. Zum Team gehören unter anderem die Technische Universität Wien und die Technische Universität Chalmers. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich und der Nutzung von Daten aus verschiedenen europäischen Ländern, um die Planung des städtischen Güterverkehrs zu optimieren.
Das Projekt schließt erhebliche Lücken in der Datenerfassung zum Güterverkehr. Regelmäßige Erhebungen sind notwendig, um wirksame Verkehrskonzepte zu entwickeln. Die Finanzierung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro stammt aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie aus nationalen Quellen.
Die Ergebnisse sollen Städten helfen, effizientere und nachhaltigere Güterverkehrssysteme zu entwickeln. Bessere Daten und gezielte Planung könnten zu einer Optimierung der urbanen Logistik führen. Das Vorhaben wird von mehreren europäischen Institutionen und lokalen Behörden unterstützt.
