Frankfurter Buchmesse testet neue "Autoren treffen"-Zone mit durchwachsenem Erfolg
Anto SchülerStunden des Wartens in der Schlange für die Stars - Frankfurter Buchmesse testet neue "Autoren treffen"-Zone mit durchwachsenem Erfolg
Frankfurter Buchmesse führt neues "Autoren treffen"-Areal ein – mit gemischten Reaktionen
Dieses Jahr präsentierte die Frankfurter Buchmesse erstmals eine "Autoren treffen"-Zone in der historischen Festhalle – und lockte damit Tausende Besucher an. Fans standen stundenlang Schlange, um ihre Lieblingsautoren zu treffen, wobei einige Signierstunden deutlich stärker besucht waren als andere. Zum ersten Mal durften auch Nicht-Fachbesucher bereits am Freitagmorgen auf das Messegelände, was die frühen Besucherströme zusätzlich verstärkte.
Die Messe richtete fünf Signiertische ein, jeweils mit drei Warteschlangen für etablierte und aufstrebende Autoren. Trotz des durchdachten Systems bildeten sich vor allem bei gefragten Namen wie SenLinYu, bekannt für die Harry-Potter-Fanfortsetzung Manacled, lange Schlangen. Andere Schriftsteller hingegen hatten kaum Besuch – ein deutlicher Beleg für die ungleiche Nachfrage.
Bei prominenten Autorinnen wie Caroline Wahl (22 Spuren) waren die Signiertermine nur mit vorab gebuchten Tickets möglich. Besonders groß war der Andrang am Morgen bei den Lesungen von Stella Tack und Antonia Wesseling (Loverboy), wo sich die Besucher bereits früh versammelten. Auf einer Fläche von 5.600 Quadratmetern boten über 91 Stunden hinweg 84 Autoren Signierstunden oder Fotosessions an; die Veranstalter rechneten allein für dieses Format mit rund 20.000 Besuchern.
Obwohl die Messe keine täglichen Zahlen für die Festhalle veröffentlicht, hat sich die Gesamtbesucherzahl nach der Pandemie stabilisiert. In den letzten Jahren lag die tägliche Besucherzahl auf dem gesamten Gelände bei etwa 50.000 bis 60.000 – ein Rückgang im Vergleich zu den Spitzenwerten vor 2019 mit über 300.000 Besuchern insgesamt.
Die neue "Autoren treffen"-Zone sorgte bei den Fans sowohl für Begeisterung als auch für lange Wartezeiten. Während einige Schriftsteller von überfüllten Schlangen umlagert wurden, blieben andere nahezu unbeachtet – ein ambivalentes Fazit für das Experiment mit direktem Fan-Kontakt. Der Erfolg der Aktion wird voraussichtlich die Planung künftiger Ausgaben beeinflussen, wenn die Veranstalter das Besucherverhalten und die Nachfrage auswerten.