Friedrich Merz erhält Großen Stutenkerl – und spricht über Deutschlands Zukunft
Oswin MosemannMerz sieht Deutschland in tiefgreifendem Umbruch - Friedrich Merz erhält Großen Stutenkerl – und spricht über Deutschlands Zukunft
Bundeskanzler Friedrich Merz erhielt am 17. Januar 2026 in Dortmund den Großen Stutenkerl, eine Auszeichnung des Westdeutschen Bäckerhandwerksverbands für sein Engagement zugunsten des Handwerks und der Bäckereibranche. Bei der Veranstaltung sprach Merz auch über die bevorstehenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen Deutschlands.
Die Preisverleihung fand in Dortmund statt, wo Merz die höchste Ehrung des Verbandes entgegennahm. In seiner Rede betonte er die Bedeutung des Mittelstands, der familiengeführten Unternehmen und des Handwerks für die deutsche Kultur und den Wohlstand. Zudem verwies er auf die Geschichte des Ruhrgebiets und hob die entscheidende Rolle der Zuwanderung für dessen Entwicklung hervor.
Merz beschrieb Deutschland als in einem "tiefgreifenden Wandel" befindlich, der mit ernsten Hindernissen verbunden sei. Zu den drängendsten Problemen zählte er den Arbeitsmarkt unter Druck, die Belastungen der Sozialsysteme und die Sicherheitspolitik. Dennoch wies er übertriebenen Pessimismus zurück und erinnerte daran, dass Deutschland sich nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut habe und auch die aktuellen Herausforderungen meistern könne.
Auch Hans-Joachim Watzke, Präsident von Borussia Dortmund, nahm an der Veranstaltung teil. Er lobte Merz’ Verständnis für das Handwerk und bezeichnete das Amt des Kanzlers als den "schwersten Job in der Bundesrepublik". Wer diese Position übernehme, brauche "eine Prise Masochismus", um den Anforderungen gerecht zu werden, fügte Watzke hinzu.
Die Verleihung des Großen Stutenkerls unterstreicht Merz’ Unterstützung für traditionelle Handwerksberufe und kleine Unternehmen. Seine Äußerungen in Dortmund machten sowohl die Schwierigkeiten als auch die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft deutlich. Die Veranstaltung brachte politische und wirtschaftliche Führungskräfte zusammen, um über den weiteren Weg des Landes zu diskutieren.






