10 March 2026, 04:09

Fünf Geisterdörfer in NRW suchen nach neuem Leben – doch die Rückkehrer bleiben aus

Eine alte Postkarte zeigt eine deutsche Stadt mit Häusern, Bäumen, Menschen, Karren, einer Statue, einem Zaun und einem bewölkten Himmel sowie handgeschriebener Text.

Verkaufsstart für Häuser aus Geisterdörfern - Fünf Geisterdörfer in NRW suchen nach neuem Leben – doch die Rückkehrer bleiben aus

Fünf verlorene Dörfer in Nordrhein-Westfalen stehen nun zum Verkauf – nach Jahren des Leerstands

Fünf verlassene Dörfer in Nordrhein-Westfalen sind nach jahrelangem Dahinvegetieren nun für Käufer geöffnet. Die Siedlungen, die einst dem Braunkohletagebau Garzweiler weichen und abgerissen werden sollten, wurden verschont und sollen zu sogenannten 'Zukunftsdörfern' umgestaltet werden. In diesem Jahr gingen die ersten Häuser in den Verkauf – ein Wendepunkt für die Region.

Die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath wurden geräumt, als Deutschland 2022 den Ausstieg aus der Braunkohle vorantrieb. Bis dahin hatten die meisten Anwohner ihre Immobilien bereits an RWE Power verkauft, den Energiekonzern, dem einst über 500 Gebäude in der Region gehörten. Darunter befinden sich Backsteinhäuser, Nachkriegseinfamilienhäuser und historische Vierseithöfe.

Die Stadt Erkelenz treibt nun die Wiederbelebung der Ortschaften voran. Zunächst werden 25 Objekte auf Online-Immobilienportalen inseriert, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Grundsätzlich kann jeder ein Haus in diesen Geisterdörfern erwerben – doch nur zehn ehemalige Bewohner führen ernsthafte Gespräche, um ihre alten Besitzungen zurückzukaufen.

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Bisher wurde erst ein einziges Anwesen verkauft. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) bezeichnete diesen ersten Verkauf als 'entscheidenden Schritt', um Leben in die verlassenen Gemeinden zurückzubringen. Doch das Interesse der früheren Bewohner hält sich in Grenzen – nur wenige zeigen Bereitschaft zur Rückkehr.

Der Verkauf der Häuser in den Dörfern kommt zwar voran, doch der Prozess gestaltet sich zäh. Da nur eine Handvoll ehemaliger Anwohner über einen Rückkauf verhandelt, wird die Zukunft der Siedlungen wohl von neuen Käufern abhängen. Die Stadt und RWE Power werden die Immobilien nach und nach freigeben und die Region schrittweise für neue Entwicklungen öffnen.

Quelle