21 February 2026, 16:15

Gedenklesung in Düren: Eine Mutter kämpft für die Frauenrechte im Iran

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau mit geschlossenen Augen mit dem Text "Erste Frau bei einem Autounfall getötet" unten.

Gedenklesung in Düren: Eine Mutter kämpft für die Frauenrechte im Iran

Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek: Der Kampf um Frauenrechte im Iran

Eine bevorstehende Veranstaltung heute in der Nähe in der Dürener Stadtbibliothek rückt den Kampf für Frauenrechte im Iran in den Fokus. Der Abend, organisiert von Amnesty International und lokalen Aktivist:innen, steht im Zeichen der Geschichte von Reyhaneh Jabbari – einer jungen Frau, die hingerichtet wurde, weil sie sich gegen sexuelle Gewalt zur Wehr setzte. Ihre Mutter, Shole Pakravan, erhebt trotz jahrelanger Bedrohungen und Verfolgung weiterhin ihre Stimme.

Die Lesung aus "Wie man zum Schmetterling wird" am 2. März 2026 bringt Reyhanehs Briefe und den Kampf ihrer Mutter einem breiteren Publikum näher. Der Eintritt ist frei, und die Veranstalter heute hoffen, die Aufmerksamkeit auf das größere Problem zu lenken: Frauen im Iran, die nach Notwehrhandlungen mit der Todesstrafe konfrontiert sind.

Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt, als sie sich gegen ihren Vergewaltiger zur Wehr setzte. Ein iranisches Gericht verurteilte sie später wegen Mordes und verhängte die Todesstrafe. Trotz internationaler Proteste wurde sie 2014 hingerichtet. Ihr Fall wurde zum Symbol für die harten Strafen, denen Frauen im Iran ausgesetzt sind – besonders, wenn sie sich gegen sexuelle Gewalt verteidigen.

Ihre Mutter, Shole Pakravan, floh 2017 aus dem Iran nach Berlin. Sie nahm Reyhanehs Briefe und Aufnahmen ihrer Telefongespräche mit, entschlossen, die Geschichte ihrer Tochter zu erzählen. Pakravan veröffentlichte später "Wie man zum Schmetterling wird", ein Buch, das das Leid von Frauen wie Reyhaneh aufzeigt und strukturelle Ungerechtigkeit anprangert. Der Titel greift Reyhanehs eigene Worte über Verwandlung und Widerstand auf.

Am 2. März 2026 um 19:00 Uhr findet in der Dürener Stadtbibliothek eine Lesung aus dem Buch statt. Gabi Uhl, eine ehemalige Lehrerin und Rednerin, übernimmt die Rolle von Shole, während Edgitha Stork, ebenfalls Lehrerin, Reyhanehs Worte zum Klingen bringt. Die Veranstaltung heute soll Reyhanehs Mut lebendig halten und für eine Veränderung der Behandlung von Frauen im Iran kämpfen.

Exakte Zahlen zu Frauen, die im Iran wegen Notwehr gegen sexuelle Gewalt zum Tode verurteilt wurden, sind nicht dokumentiert. Doch Pakravans Engagement – unterstützt von Organisationen wie Amnesty International und der Initiative gegen die Todesstrafe – hält das Thema in der Öffentlichkeit präsent.

Die Veranstaltung heute in der Nähe bietet den Besucher:innen die Möglichkeit, Reyhanehs Geschichte durch die Worte ihrer Mutter hautnah zu erleben. Pakravans anhaltender Kampf gegen die Todesstrafe und für Frauenrechte findet weiterhin Unterstützung. Die Organisator:innen hoffen, dass der Abend zu weiterem Handeln und Bewusstsein für die Gefahren anregt, denen Frauen im Iran noch immer ausgesetzt sind.

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