Gefahrgut-Alarm im Paketzentrum: Großübung testet Einsatzkräfte bis an die Grenze
Klothilde BergerGefahrgut-Alarm im Paketzentrum: Großübung testet Einsatzkräfte bis an die Grenze
Großübung im Zustellzentrum Mechernich-Kommern: Gefahrgut-Alarm auf dem Prüfstand
Diese Woche wurde im Zustellzentrum Mechernich-Kommern eine Notfallübung durchgeführt, bei der Mitarbeiter und Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen gestellt wurden. Ein simulierter Austritt gefährlicher Stoffe ließ Angestellte bewusstlos zusammenbrechen und in den Räumlichkeiten eingeschlossen zurück. An der Übung beteiligten sich mehr als 40 Personen, die fast zwei Stunden lang im Einsatz waren.
Das Szenario begann, als ein Mitarbeiter einen Briefumschlag und ein Päckchen öffnete, woraufhin ein weißes Pulver und eine unbekannte, auslaufende Flüssigkeit freigesetzt wurden. Der Angestellte brach sofort zusammen und wählte den Notruf 112. Kurz darauf wurden auch drei weitere Kollegen von dem Stoff überwältigt.
Die erste Feuerwehr-Einheit aus Kommern traf ein und handelte nach dem GAMS-Sicherheitsprotokoll. Zwei Verletzte konnten gerettet werden, doch zu den beiden verbleibenden Opfern gelangte das Team aufgrund fehlender Spezialausrüstung nicht. Daraufhin übernahm der ABC-Gefahrgutzug, sicherte die ausgetretenen Substanzen und barg die letzten Eingeschlossenen.
Rund 40 Einsatzkräfte setzten bei dem Großeinsatz acht Fahrzeuge ein. Beobachter – darunter Mitarbeiter und Führungskräfte aus der Umgebung – verfolgten gespannt die Abläufe. Im Anschluss werteten Ausbilder und Organisatoren die Übung aus und zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden.
Die Übung endete erfolgreich: Alle simulierten Verletzten wurden unverletzt aus dem Gebäude gebracht. Die Aktion diente vor allem der Erprobung der Zusammenarbeit zwischen den Rettungsteams und unterstrich die Bedeutung geeigneter Ausrüstung in Gefahrgutsituationen. Die Veranstalter lobten die hohe Beteiligung und das Engagement aller Beteiligten.






