05 March 2026, 18:08

Gefälschte Plakate für kostenlosen Nahverkehr sorgen für Debatte in Deutschland

Ein Plakat, das eine Bahn in Berlin, Deutschland, bewirbt, mit einem Bild der Bahn und Text darauf.

Gefälschte Plakate für kostenlosen Nahverkehr sorgen für Debatte in Deutschland

Gefälschte Plakate, die kostenlosen ÖPNV bewerben, sind an über 20 deutschen Bahnhöfen aufgetaucht. Die Anzeigen, die wie offizielle Mitteilungen der Deutschen Bahn gestaltet sind, werben mit "Null-Euro-Tickets". Eine Aktivistengruppe hat sich inzwischen zu der Aktion bekannt und damit eine Debatte über die Finanzierung des Verkehrs ausgelöst.

Die Gruppe hinter der Kampagne, das Widerstands-Kollektiv, schaltete zur Unterstützung ihrer Forderungen die Website bahn-kostenlos.info. Sie argumentiert, dass die Gelder, die derzeit in Dienstwagen-Privilegien fließen, stattdessen für kostenlose Bus- und Bahnfahrten für alle verwendet werden sollten.

Die Deutsche Bank stufte die Plakate umgehend als Fälschungen ein. Das Werbeunternehmen Ströer entfernte sie mit der Bestätigung, dass keine rechtmäßige Buchung vorlag. Die Bank prüft nun rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Aktivisten mit gefälschten Werbeflächen auf Missstände aufmerksam machen. Frühere Fälle von "Subvertising" führten je nach Einzelfall zu unterschiedlichen juristischen Konsequenzen. Das Widerstands-Kollektiv beharrt darauf, dass seine Aktion legal sei, und will damit eine grundsätzliche Diskussion über die deutsche Verkehrspolitik anstoßen.

Die Kampagne hat die Idee eines kostenlosen Nahverkehrs in den Fokus gerückt, auch wenn bisher keine offiziellen Änderungen angekündigt wurden. Die Reaktion der Deutschen Bank deutet auf mögliche rechtliche Konsequenzen für die Aktivisten hin. Die Gruppe hingegen verteidigt ihr Vorgehen weiterhin als Form des politischen Protests.