02 May 2026, 18:19

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Gemälde von Paul Klee mit Kreisen in Grün, Rot, Gelb, Blau, Schwarz und Weiß auf einem weißen Hintergrund.

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist mit 88 Jahren gestorben. Bekannt für seinen markanten neoexpressionistischen Stil, wurde er berühmt, indem er Motive in seinen Gemälden auf den Kopf stellte. Sein Einfluss erstreckte sich über Jahrzehnte und formte die moderne Kunstbewegung in Europa und darüber hinaus.

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Baselitz blieb bis zu seinen letzten Tagen aktiv. Noch vor wenigen Wochen eröffnete er im Museum der Moderne Salzburg eine neue Ausstellung. Die Schau zeigte seine jüngsten Werke und setzte damit seine lebenslange Auseinandersetzung mit der kopfstehenden Bildsprache fort. Zudem übergab er eines seiner Werke der Dauerausstellung des Museums.

Der Künstler sollte im Rahmen der Biennale von Venedig eine weitere Ausstellung eröffnen. Seine Karriere umfasste mehr als sechs Jahrzehnte und war geprägt von einem provokanten, rohen Malstil. Obwohl in Deutschland geboren, besaß Baselitz seit 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft – ein Zeichen seiner engen Verbindung zur Kunstszene des Landes.

In den 1960er-Jahren stieg Baselitz als zentraler Vertreter des Neoexpressionismus zu Ruhm auf. Seine auf den Kopf gestellten Kompositionen stellten traditionelle Perspektiven infrage und lösten sowohl Kontroversen als auch Begeisterung aus. Seine Werke wurden in Galerien weltweit – von Berlin bis New York – ausgestellt und festigten seinen Status als Titan der zeitgenössischen Kunst.

Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Kunstwelt, doch sein Vermächtnis lebt weiter – in unzähligen Ausstellungen und öffentlichen Sammlungen. Die anstehende Schau in Venedig wird nun zu einer Hommage an sein bahnbrechendes Schaffen. Baselitz’ kopfstehende Leinwände und sein furchtloses künstlerisches Wirken werden auch künftige Generationen von Künstlern inspirieren.

Quelle