Gerresheimer unter Beschuss: Leerverkäufer attackieren Bilanztricks und Aktienkurs bricht ein
Anto SchülerGerresheimer unter Beschuss: Leerverkäufer attackieren Bilanztricks und Aktienkurs bricht ein
Gerresheimer-Aktie: Angriff von Leerverkäufern
Zusammenfassung Eine Analysefirma wirft dem Pharmaverpackungshersteller aggressive Bilanzierung vor und hält eine Short-Position. Die UBS kritisiert die Informationspolitik des Unternehmens, während sich die Aktie nach einem Verkaufsdruck leicht erholt.
Der Pharmaverpackungshersteller Gerresheimer sieht sich schweren Vorwürfen wegen seiner Finanzpraktiken ausgesetzt. Die Forschungsgesellschaft Morpheus Research wirft dem Unternehmen aggressive Bilanzierung vor, während der Aktienkurs fast 70 Prozent unter dem Höchststand des Vorjahres liegt. Die Kontroverse folgt auf die problematische Übernahme von Bormioli Pharma Ende 2024.
Im Mittelpunkt der aktuellen Kritik stehen die Bilanzierungsmethoden von Gerresheimer. Morpheus Research behauptet, das Unternehmen blähe seine organischen Wachstumszahlen durch finanzielle Anpassungen künstlich auf. Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Gerresheimer-Aktie – die zu Wochenbeginn im vorbörslichen Handel ein Tief erreicht hatte – am Mittwoch um über 3 Prozent zulegte. Mit einem Kurs von lediglich 25,62 Euro liegt sie jedoch weiterhin weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 82 Euro.
Die Probleme des Unternehmens beschränken sich nicht auf die Marktentwicklung. Während die BaFin noch ermittelt und Analysten mehr Transparenz fordern, muss Gerresheimer seine Finanzen stabilisieren und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Ob dies gelingt, wird entscheiden, ob sich das Unternehmen von den Folgen der Bormioli-Übernahme und den Streitigkeiten um die Bilanzierung erholen kann.






