Großrazzia in Münster: Zoll und Polizei durchsuchen sieben Objekte wegen Lohnbetrugs
Klothilde BergerGroßrazzia in Münster: Zoll und Polizei durchsuchen sieben Objekte wegen Lohnbetrugs
Großrazzia gegen Verdacht auf Lohnbetrug unter Leitung des Münsteraner Hauptzollamts
In einer groß angelegten Aktion hat das Hauptzollamt Münster eine Razzia gegen den Verdacht auf systematischen Lohnbetrug eingeleitet. Rund 110 Zollbeamte, 40 Bundespolizisten und mehrere Staatsanwälte sind an den Durchsuchungen beteiligt. Zwei Haftbefehle wurden in Münster und Senden vollstreckt.
Hauptverdächtiger ist ein 33-jähriger Mann, der ein Bauunternehmen führte. Bereits 2022 hatten Beamte bei einer Hausdurchsuchung belastendes Material sichergestellt. Ihm wird vorgeworfen, Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und Beiträge an die Berufsgenossenschaften vorenthalten zu haben.
Den Ermittlern zufolge erhielt er Unterstützung von einer 54-jährigen Frau und einem 61-jährigen Mann. Letzterer wurde gemeinsam mit dem Hauptverdächtigen in seiner Wohnung festgenommen. Beide müssen sich nun vor dem Amtsgericht Münster wegen strafrechtlicher Vorwürfe verantworten.
Im Rahmen der Operation werden sieben Objekte durchsucht – vier Wohnimmobilien und drei Gewerberäume. Ein Team mit drei Spürhunden ist im Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzuspüren.
Den Beschuldigten wird Lohnvorenthaltung und Betrug vorgeworfen. Das Ausmaß der Aktion unterstreicht die Schwere der Vorwürfe. Die Ermittlungen laufen unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft weiter.
